22. Oktober 2014

MMM am 22. Oktober 2014

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Kleid, das ich heute trug, mag. Eigentlich fand ich die Idee, das letzte Kleid in großen Vichy-Karos zu nähen, sehr charmant. Auch, weil es Hemdblusenkleid stilltauglich ist. Mehr oder weniger. Und der bollerige Blusenschnitt ja Platz für die Milchbar lässt. Aber dann dauerte und dauerte und dauerte es. Zugeschnitten habe ich mit dickem Bauch, irgendwann von Januar bis April. Ja, von bis, denn Zuschneiden mit dickem Bauch dauert länger als ohne. Genäht hab ich dann von Mai bis August. Und zwischendurch hatte ich vergessen, dass die Karos gar nicht genau die Nahtzugabe breit sind und deswegen ist das Kleid in der Taille... nun ja... schmal. Es geht aber zu, immerhin.


Wenigstens hat der Kragen des Butterick 5846 wieder hingehauen. Das ist ja immer aufregend, ob so ein Teil am Ende nach Kragen aussieht oder wie eine verschlungene Stoffwurst. Hier ganz klar: Schulterklopfen. Ich würde so einen Kragen aber dann doch auch mal gerne in richtig lernen, denn ich bin mir nicht sicher, warum ich hier und da einschneiden, dort umbügeln und da absteppen soll. Im nächsten Leben vielleicht.


Aber die Schulter irritiert mich hier. Beim letzten Kleid fand ich die puffigen Ärmel nett, hier stört mich das. Da nun die Strickjackenzeit anfängt, ist das aber nicht ganz so dramatisch. Und nur so der Vollständigkeit halber: wenn ich die Rundung abflache beim Zuschneiden, dann wird es weniger puffig, richtig?


Wieder gefällt mir der Rock sehr, der schwingt und hat Weite ohne überdramatisch zu wirken. Wird vom Wind aber auch hochgeweht, wie ich heute feststellen durfte, als ich ganz kurz Frische hinten verspürte. Bis März also nur noch farblich passend zur Leggings oder Strumpfhose und nicht in rosa geblümt. Beim nächsten Kleid, das es sicher geben wird, werde ich hoffentlich daran denken, die Rockteile zu verlängern. Die sind mir nämlich zu kurz. Mit Stiefeln geht es, aber ohne sieht es für mich komisch aus.


Taschen. Kleider mit Taschen sind ein Traum, vor allem, wenn man internetsüchtig ist und das Handy immer dabei haben möchte. Für den Fall, dass sich bei Instagram was tut oder man beim Kaffee holen anstehen muss.


Nochmal: der Kragen. So hübsch.


Und hier der Stoff: ein grober, luftiger, leichter Baumwollstoff mit großen Karos. Wenn ich nochmal so einen vernähe, dann überlege ich allerdings vorher, welche Teile mit Aufbügeleinlage verstärkt werden, denn die könnte ich dann ja auch im schrägen Fadenlauf schneiden, ohne dass alles ausleiert, oder? Denn so wie das Kleid jetzt ist, ist es mir zu gerade. Oder wäre es mit z. B. schräger hinterer Passe zu sehr Cowgirl? Ach, an was man alles denken muss!


Als nächstes nähe ich ein Kleid aus dem heutigen MMM-Sortiment, präsentiert von Julia. Ich muss mich nur noch entscheiden... Am liebsten ja Julias Jacke, aber man muss wissen, wo die eigenen Grenzen liegen.

21. Oktober 2014

Alles ist vergänglich

Als ich gestern die Fotos vom Geburtstag der Kulturoma von der Kamera auf den Rechner kopierte, ging dieser plötzlich aus und nahm die Hälfte der Bilder mit sich ins Nirvana. Heute morgen brannte beim Einschalten der Wohnzimmerlampe die Glühbirne derselben durch. Eben knallte es kurz, als ich im Schlafzimmer das Licht einschaltete und jetzt gibt es Sex nur noch im Dunkeln.

Ich bin gespannt, welche Dinge morgen auf der Strecke bleiben und werde mich vom Auto und der Kaffeemaschine fernhalten. Sehr fern.

20. Oktober 2014

Goldener Oktober

Früher war Geburtstag ja mal mehr selber Geschenke auspacken und weniger dem Kind die ausgepackten Geschenke entreißen, bevor es diese im Altpapierstapel entsorgt. Alles gut gegangen.

Nach dem Auspacken fuhren wir an den Rursee, da ich meinen Geburtstag vornehmlich mit den Menschen genießen wollte, die mir am liebsten sind. Meinem Rudel. Da das Schicksal sich versöhnlich zeigte, bescherte es Wetter. Grandioses Wetter. Die Szenerie ist ja immer gut, aber zusammen mit diesem grandiosen Wetter war es ein herrlicher Tag. Wiederholbar. Auch der Geschenketeil. Zum Abschluss waren wir selbstredend Torten essen im Café Henn. Lohnt sich ja immer.






Und auch wenn ich die Kamera meistens zuhause lasse, seit ich Kinder habe - beide Hände sind mit Schnoddernasen, Laufradzurücktragen, an der Hand gehen, auf dem Arm tragen, Wickeln, Kinderwagenschieben etc ausreichend beschäftigt - durfte ich dieses Mal doch das ein oder andere schöne Foto machen. Gedächtnisstützen für die lange, dunkle Zeit die kommt.

Goldener Oktober, Du bist mein Freund. Nicht nur am 19.

18. Oktober 2014

Geburtstagsvorbereitungen

Auf meinem Wunschzettel stand wohl etwas, das so ähnlich klang wie todbringender Männerschnupfen. Auf jeden Fall hat das Schicksal sich grob verlesen und mir diesen nicht existenten Wunsch erfüllt. Danke, Schicksal. Du wirst verstehen, wenn ich Dich nächstes Mal nicht einlade.

Morgen fahren wir trotzdem an den Rursee. Zum Wandern, Herbstlaub und -sonne genießen und anschließend im Café Henn Torte essen. Was muss, das muss.

15. Oktober 2014

Väterliche Einmischung mit Skepsis zur Kenntnis genommen

Weil es ja so ein schönes Hobby ist, haben wir mal wieder eine ganze Reihe von Besichtigungsterminen in diversen Kindertagesstätten vereinbart. Heute war so ein Termin und aus Gründen, nennen wir sie mal der Einfachheit halber Herr Gandalf und Wulfhild, blieb ich zuhause und der geek zog los, die Kita zu besichtigen.

Wir sind nämlich beide der Ansicht, dass man da weder mit Wulfhild hinmuss, noch in Begleitung des anderen Elternteils. Wir pflegen nämlich auch das schöne Hobby der Kommunikation in diesem Haushalt und so erzählt der, der in der Kita war, zuhause beim Abendbrot einfach mal das, was er erlebt hat. Und ob er die Einrichtung gut fand so auf den ersten Blick, oder nicht.

Heute also der geek. Und zack: Diskriminierung im Alltag.

"Was, ihre Lebensgefährtin ist nicht mit gekommen? Dann hat dieser Termin doch gar keinen Zweck!"

Kinder scheinen reine Frauensache zu, in die der Vater sich nicht einzumischen hat. Es gab noch mehr Gründe dagegen, aber diese Einstellung soll Wulfhild nun wirklich nicht mit auf den Weg bekommen. Danke, aber nein danke.