25. September 2006

Liebe Kaiserstadt Aachen,

es war ein sehr schönes Wochenende. Wirklich. Das Wetter war gut, der geek hat gekocht, ich war öfter als einmal am Tag Eisessen, habe dabei sogar eine neue Sorte ausprobiert (Sanddorn, beim Café zum Mohren) die echt abgefahren schmeckt, es gab Pommes von der Bude am Kino und der WDR hatte Tag der offenen Tür. Sehr interessant.

Aber was tust Du?

Wenn ich durch die Stadt schlendere, dann gehst Du direkt hinter mir und bläst mir Deinen Atem in den Nacken. Es ist noch viel Bürgersteig übrig, ungefähr alles. Warum können wir den nicht so teilen, dass jeder die Hälfte bekommt? Und das meiste davon zwischen uns liegt?

Wenn ich am Seitenpfeiler eines fünf Meter breiten freien Durchgangs stehe, dann musst Du nicht noch zwischen mir und dem Pfeiler hindurch. Das liegt auch daran, dass ich ja schon auf Tuchfühlung mit dem Pfeiler bin und Du schon länger keinen Sport mehr gemacht hast.

Gleiches gilt für jedweden Fleck Erde auf dem ich schon stehe. Ich möchte dort stehen bleiben. Schieb mich nicht weg, um selber dort zu stehen, es ist sicher noch woanders etwas Platz für Dich.

Wenn Du genau vor mir ein Geschäft betrittst, dann ist es immer besser, nicht direkt stehen zu bleiben in der Tür. Manche Menschen haben den unsinnigen Wunsch, in das gleiche Geschäft hineinzugehen und würden dazu auch gerne die Tür nutzen. Wem schadet es, wenn Du Dich zwei Schritte in das Geschäft hinein begibst und dann erst stehen bleibst? Das wäre besser für alle Beteiligten, vor allem wenn Du wieder zuviel von dem Moschusduft aufgetragen hast.

Zu Deinem Glück muss man jetzt vorne in den Bus einsteigen. Aber die Bahn gewährt einem noch freie Türwahl und so muss ich hier noch Dein Verhalten beim Einstieg in öffentliche Verkehrsmittel aufführen, wenn Du Dich einfach direkt vor die Tür stellst und blöd dreinschaust. Wie sollen die Leute, die aussteigen wollen, innen Platz für Dich machen? Du musst schon eine Lücke machen, damit ich aussteigen kann, denn sonst kannst Du nicht rein. Auch wenn Du das nicht verstehst, es ist so.

Ich bin mir sicher, dass Du das nicht absichtlich machst. Aber denk doch mal nach, nur für einen Augenblick, und ich bin mir sicher, dass Du das auch so siehst. Und dann ändere Dein Verhalten. Das würde unser Verhältnis deutlich bessern.

Vielen Dank und schöne Grüße an den Dom,
Cati Basmati

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