4. Oktober 2006

Schnippischnapp, Nase ab. Oder so ähnlich.

Neulich war ich beim Hautarzt, zum Update sozusagen. Es lief so ab:

Der Termin ist um 16 Uhr und um 16:45 Uhr bin ich immerhin schon mal bis ins Sprechzimmer vorgerückt. Nach den Stationen Wartezimmer und Flursitzgelegenheit und zum Glück nicht vor dem Auslesen der anwesenden Klatschzeitungen.

LaDoc kommt dann irgendwann rein, setzt sich lächelndst mir gegenüber hinter ihren Minischreibtisch, lugt auf ihren Computerbildschirm und fragt in diesem sonst nur Gynäkologensprechzimmerhelferinnen eigenen zuckersüßen Tonfall: "Na, Frau Basmati, wie geht es Ihnen denn?" An dieser Stelle sollte ich erwähnen, dass ich vor vier Monaten wegen eines Muttermals da war und nun zum Überwachungsblick wiedergekommen bin. Ich leide also an keinerlei akuter Beschwerde. Hätte sie sicher erkennen können, wenn sie sich die Mühe gemacht hätte, mal in meine Unterlagen zu sehen. Nun gut: "Mir geht es gut, danke."

Ich bin ja schon richtig sauer hab ja schon nicht mehr gute Laune wegen der Warterei, aber ich wusste ja auch noch nicht, was jetzt kommt. Sagt LaDoc: "Na, wie sieht das Muttermal denn aus?"

ES IST AUF MEINEM RÜCKEN! ICH KANN ES NICHT SEHEN! DESWEGEN BIN ICH HIER!

Naja, ich entblöße mich also, damit LaDoc die Realität mit dem vor vier Monaten gemachten Fotos des Muttermals vergleichen kann. Guck-guck, weiter geht's. LaDoc setzt sich hin, seufzt und setzt wieder die Gynäkologensprechzimmerhelferinnenstimme ein: "Also mir wäre es am liebsten, wenn wir es entfernen, zur Sicherheit."

KOMISCH, WO SIE DA DOCH WESENTLICH MEHR GELD FÜR BEKOMMEN ALS NUR FÜRS HINGUCKEN!

Aber ich bin ja, was Muttermale angeht, vorsichtig: "Also meinetwegen gerne, was weg ist, ist weg."

Daraufhin LaDoc: "Na am besten wäre es, wenn wir das relativ kurzfristig machen. Das ginge dann zum Beispiel JETZT." Und quasi ohne Vorwarnung zerrt sie mich auf den Operationstisch, setzt das Skalpell an und schnippschnapp, ehe ich es mich versehe, habe ich sehr viele Stiche auf dem Rücken. Immerhin hat sie gewartet, bis die Betäubung wirkte. Hier das Bild und jetzt erwarte ich Mitleid! Die Auswertung gibt es am Montag.

Kommentare:

  1. Was????? Keine Fotos mit Menschen aus dem Urlaub, weil "die stellt man doch nicht ins Internet", aber ein "Nacktfoto" vom Rücken mit Muttermal? Ich meinem Gehirn entstehen gerade Rationalitätsknoten.

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  2. Nein, nein, ist ja ohne Muttermal!

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  3. Hallo Madame!
    Mein Name ist übrigens auch Urbanke und ICH BIN auch noch HAUTARZT. Ich habe großes Mitleid mit Ihnen, weil das lief ja wohl gar nicht mit dem Herrn Dr.!
    Ich biete Ihnen an jederzeit gerne in meine Praxis zu kommen um eine Verlaufskontrolle zu machen. Ich verspreche Ihnen dass es bei mir SO nicht abläuft.
    Melden Sie sich doch gerne unter detione2000@yahoo.de
    Gruß D.Urbanke

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