22. November 2006

Fernsehfreunde

Ich bin nah am Wasser gebaut. Oder ich habe nah am Wasser gebaut? Ich kenne solche Sprücher immer nur halbseiden.

Daher weine ich also leidenschaftlich gerne und viel beim Fernsehen. Worüber ich auch schon berichtete: hier. Jetzt hab ich neulich mal gelesen, dass es gefährlich ist, zuviel Fernsehserien zu sehen. Man identifiziert die Charakteren dann irgendwann als seine Freunde und reagiert auf ihre Schicksalsschläge wie auf die von Freunden. Ausserdem kapselt man sich von seinen Freunden bzw. der Umwelt ab, weil man ja keine Folge verpassen will. Jede Fast jede Frau erinnert sich wohl daran, wie wütend man werden kann, wenn jemand genau um 18 Uhr anruft. Dabei will man doch wissen wie es mit Jan und Julia weitergeht!

So. Ich als Serienjunkie bin nun ein wenig besorgt. Schliesslich weine ich ab und an weil z.B. Lorelai das perfekte Brautkleid findet, dann die Hochzeit im Nu geplant ist und sie dann doch noch Angst bekommt, eben weil alles so einfach scheint. Und dann findet sie heraus, dass Luke eine Tochter hat. Tragisch.

Die Rettung für mich und meine soziale Kompetenz kam dann neulich beim Tanzkurs, also Montag abend. Da wurde mir klar, dass alles nicht so schlimm ist, denn ich könnte auch im wahren Leben heulen, weil z.B. der eine arme Typ immer alleine tanzen muss, weil keiner mit ihm einen Tanzkurs machen wollte. Und alleine Walzer tanzen ist echt tragisch.

Und gestern abend hab ich dann festgestellt, dass ich auf der anderen Seite auch lachen kann, wenn z.B. Logan Blumen schickt, um alles wieder gut zu machen. (Wer mich kennt, der weiß dass das nicht mit 100 Rosen gemacht ist. Oder Diddel-Karte.) Alles ist also gut, solange ich noch lachen kann! Würde ich emoticons verwenden, käme hier jetzt ein grinsendes hin!

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