27. November 2006

How Not to Charm Me II

Am Samstag hab ich einen neuen Liebling des Monats ins Herz geschlossen. Und das kam so:

Nach dem all meine kürzlich erworbenen Rolls Royce, Porsche, Mercedes und Jaguare ja doch zunächst mal nur seelen- und geschichtslose leere Hüllen sind habe ich beschlossen, mir einen kleinen gebrauchten Flitzer zu kaufen. Cati zu lange ohne Auto Basmati ist mein Name.

Da ich als Frau aber von einem Gebrauchtwagenhändler ja doch nie für voll genommen werde, habe ich mal in der Autokennermännerwelt herumgefragt, wer sich denn erbarmen würde, mit mir Autos gucken zu fahren. Manolito hats getroffen. (Didi ist dann morgen dran, fürs Probefahren.)

Wir fuhren los und landeten zielsicher in Stolberg bei dem Händler, dessen Angebot ich bei www.nichtstatische.de gesehen und für schnäppchenhaft befunden hatte. Und dort sah ich ihn: Mittendender Vierziger, das zurückwachsende Haar tapfer in gelige Wellen gelegt, Sonnenbank gegerbte Haut, mit putzigen Lachkerben um die Augen, kurz und gut: 100% Gebrauchtwagenverkäufter. Sicher fährt er irgendeinen schwarzen riesigen Pornoschlitten und seine Freundin/Frau ist eventuell nicht brunett, da kann ich aber nur mutmaßen. Schleimig wie sie nun mal sind fing er an mit uns zu reden. Vielmehr redete er mit Manolito, egal was ich fragte, die Aufmerksamkeit war auf "den Mann" gerichtet, auch wenn ich mal eine technische Frage stellte. So bekam Manolito also alle Antworten auf meine Fragen. Gut, er hat auch Fragen gestellt, aber es war nicht so, dass ich dann seine Antworten bekommen hätte!

Und dann kam der freundliche Hammer, der ihn beinahe das Leben kostete teuer zu stehen kam zum Liebling des Jahres machte. Ich fragte, ob er auch mal den roten Polo aufschliessen könnte, den würde ich mir gerne mal von innen anschauen und auch unter die Haube gucken. Er ging los Richtung schäbbiges Kabuff Büro und warf mit folgender Bemerkung über die Schulter nach mir:
Das ist ein schöner Kleiner, mit wenig PS, richtig gut fürs Städtchen.

Es ist nicht das Wort "Städtchen", das mich auf die Palme brachte. Klitzi und ich gehen immer ins Städchen, ein Käffchen trinken, vorher aber noch mal aufs Klöchen und hinterher zur Stärkung ein Schinkenschnittchen. Oder zwei. Nein, es war mehr der Unterton, der ganz klar ein "Fräuchen" zu seinem Spruch dazu addierte. Der soll mal bloss aufpassen, dass ich demnächst nicht mit meinem Autochen hinter einem Kürvchen im Dunkeln ohne Lichtchen auf ihn lauere. Um dann ein Kerbchen in mein Armaturenbrettchen zu ritzen.

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