19. März 2007

Rex Pils macht einen königlichen Kater

Liebe Männer,

ich kann Euch beruhigen. Ich finde es ebenso erschreckend und beunruhigend wie Ihr, wenn junge blonde Medizinstudentinnen für ein Wochenende in Berlin (Freitagnacht 23:59 Uhr bis Sonntagabend 21:00 Uhr) insgesamt vier verschiedene Outfits einpacken, inklusive Schminkkram in vier verschiedenen jeweils dazu passenden Farbrichtungen und zwei Paar Schuhen, und diese dann auch alle mal anziehen. Wahrscheinlich beruhigt es Euch nicht wirklich, dass ich da genauso staunend vorstehe, aber ich dachte mir, ich lasse es Euch wissen. Ich hatte immerhin ein frisches T-Shirt für die Party dabei und an den Kajal hab ich auch gedacht.

Aber wen wundert es, dass Klitzi und ich diejenigen ohne Schuhe waren, die in Adiletten und Stoppersocken feierten? Familie ist und bleibt Familie. Daher auch der Spruch vom MLP-Mann: "Oh Cati, von Euch Basmatis gibts doch nie eine einfache ernste Antwort." Aber was soll man sagen wenn einer fragt: "Wie sieht denn das Essen aus?" Woher sollte ich wissen, dass er nichts von den neuen Strähnchen des Kasslerbratens oder der natürlichen Sonnenbräune des Kartoffelsalats wissen wollte, sondern nur ob es eine vernünftige Grundlage gibt?

Die Klitzi-hat-Geburtstag-Party war super. Und wenn ich mir neue Freunde aussuchen müsste, dann wäre auf jeden Fall eine Konditorin dabei. Wer möchte nicht solch eine Torte??


Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden, aber ich muss sagen dass ich mein greises Alter doch spüre und mich heute auf der Arbeit nicht als fit bezeichnen konnte. Im Grunde hatte ich Angst, dass mein Kopf auf die Tastatur knallt wenn ich einschlafe. Wenigstens hielt mich das aufrecht. Hinzu kam, dass die Bahn sich mal wieder gedacht hat "Ach schau, Cati steht auf dem zugigen Bahnsteig in Ehrenfeld und möchte in die Kaiserstadt fahren. Na, da lassen wir doch einfach den Zug ausfallen und den nächsten zu spät kommen, damit sie mal schön 45 Minuten bibbern und sich einen fiesen rasselnden Husten zuziehen kann." Danke, Bahn.

Und es ist immer wieder schön, mit Klitzi und seinem Kater am Sonntag nach der Party im Wohnzimmer zu sitzen, sein neues Ikeaweinregal zusammenzubauen und dabei einem He-Man-Hörspiel zu lauschen. Ich bin so einfach zufrieden zu stellen. Schön wäre nur, wenn Berlin etwas näher an der Kaiserstadt wäre.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen