6. Juni 2007

Geht doch

Genüsslich schlendere ich durch meinen örtlichen Staubsaugerbeutelprovider und steuere unauffällig die Staubsaugerbeutelabteilung an. Ob der Angestellte alle Kunden so grimmig anschaut, nur weil sie wie immer drei Sekunden vor Ladenschluss auf ihn zusteuern? Ein kurzer, inzwischen ja schon geübter Blick verrät, dass Y198 wieder/immer noch nicht vorrätig ist. Ich wende mich an den zu Informationszwecken bereitgestellten Angestellten. Ich: kochend vor Wut; er: augendrehend stellt er sich seinem Schicksal. Ich weise darauf hin, dass wir uns ja schon öfter gesehen haben in den letzten Wochen und appeliere an seine Ritterlichkeit. Er möchte mir doch endlich helfen.

"Haben Sie denn schon mal geschaut, ob man vielleicht einen anderen Swirltyp als Ausweichmöglichkeit nehmen kann?" Bin ich denn doof? Ich robbe doch nicht eine Stunde hier auf dem Boden rum um auch an die unterste Kartonreihe zu gelangen, beim Versuch, die Beschriftungen aller 100 Kartons zu lesen. Wofür bekommen Sie denn Ihr Geld? Nein.

Schnell schaut er auf seinen schlauen Zettel und liest die Antwort ab. Hätten Sie das nicht beim ersten Mal tun können, Sie Tuppes? Achja, Y298 kann auch verwendet werden. "Da haben Sie aber Glück, das sind sogar Mikropurbeutel, die sind noch besser."

Aber weil die den doppelten Schekelbetrag kosten, werde ich nur noch jedes zweite Mal saugen. Hatte also auch ihr Gutes, die ganze cholerische Galle.

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