25. August 2008

Feuerwehrgeschichte II

Samstags fahren wir gerne herum und suchen Unfälle, bei denen wir schaulustig die Rettungs- und Polizeiarbeit behindern können Leute besuchen. Diesen Samstag mussten wir dazu am Springbrunnen vorbei Richtung Jungenspiele fahren. Was zunächst einmal unproblematisch erscheint.

Lange bevor wir besagten Brunnen erreichten ärgerte ich mich kurz über einen VW Golf, schwarz was sonst, der uns beim Überholen schnitt und die Fahrt über die Ampel verwehrte, die ohne ihn sicher noch blutorange gewesen wäre. Hämisch lachend holten wir ihn aber an der nächsten Ampel locker wieder ein. Als diese auf Grün schaltete, fuhren wir direkt hintereinander wieder los.

Enter the Aseag Bus.

Besagter Bus stand auf der rechten Spur und der VW Golf und ich auf der linken. Besagter Bus blinkte links. Der VW Golf bremste kurz ein wenig ab, schien für den Moment unsicher und entschied sich dann für das Umfahren des Bushindernisses. Diesen Moment der Schwäche nutzte der Aseag Bus dafür, dem Blinken Taten folgen zu lassen, getreu dem Motto "Wer A sagt muss auch B sagen". Nur war da ja leider VW Golf im Weg.

Und jetzt ratet mal, wer stärker ist: Aseag Bus oder VW Golf.

Richtig: der Bus. Der schob also den armen schwarzen VW Golf heiter Richtung Gegenverkehr, der jedoch glücklicherweise durch Fahrbahnschwellen abgetrennt wird. Da merkte dann auch der Bus, dass irgendwas nicht stimmte. Unsere beiden Fahrbahnen waren nun völlig durch Aseag Bus und VW Golf gesperrt und drumherum kam man ja wegen der Fahrbahnschwellen, der Busspur und dem dazugehörigen Bushäuschen auch nicht. Der natürliche Instinkt des Fluchttiers Mensch rät in diesem Moment zur Flucht nach hinten. Dort standen leider Autos. Was auf einer Hauptverkehrsader ja auch nicht weiter verwunderlich war.

Enter the Sirenen of the Feuerwehr.

Diese ertönten just in diesem Moment und ein hektischer Blick in den Rückspiegel verriet, dass drei Löschzüge und ein Einsatzleiterwagen auf uns zu fuhren. Da man die eiserne Regel "Lass alles was Sirene hat immer durch!" im Blut hat, versucht man sie zu befolgen, aber dank oben beschriebener Situation saßen wir ja fest.

Und wie der Teufel, der lustige Racker, so will war der Einsatzort der Feuerwehr das Haus genau neben der Unfallstelle. Die mussten also genau dort hin, wo wir standen. Da sie genau dort aber nicht hinkamen hielten sie um uns verteilt auf unserer Bahn und der Busspur. In diesem Moment erkannte dann auch endlich der Opel Corsa hinter uns, dass er jetzt rückwärts fahren muss und tat dies zurück auf die Kreuzung. Und so entkamen wir mit einem geschickten Abbiegemanöver der scheinbar ausweglosen Situation und ich lobe zum Abschluss noch offiziell den Feuerwehrmann der auf der Kreuzung herumging um den Verkehr irgendwie zu regeln ohne dabei jemanden anzuschreien. Denn es konnte ja jetzt mal wirklich niemand dafür.

1 Kommentar:

  1. Insbesondere kurze Schwellen können beim Überfahren zu Schäden am Fahrzeug führen. Die Folge sind Schadenersatzforderungen, die in vielen Fällen erfolgreich durchgesetzt werden. Auch kommt es immer wieder zu schlimmen Stürzen von Radfahrern, wenn die Bremsschwellen etwa in der Dunkelheit nicht oder zu spät erkannt werden. Es hat sich die Meinung durchgesetzt, dass diese nur bei geringem Verkehrsaufkommen und zur Unterstützung weiterer verkehrsberuhigender Maßnahmen verwendet werden sollten. ich persönlich finde solche Fahrbahnschwellen in Gelb und Schwarz sehr nützlich, man muss sie halt entsprechend markieren, so dass auch Fahrradfahrer, die ja im Dunkeln eh mit Licht fahren sollten, die Dinger frühzeitig sehen können…

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