19. August 2008

Hase, Igel, Laufen und so weiter

"Durch den nachgiebigen, aber trittfesten Boden beziehungsweise Laufbahnbelag aus Naturmaterialien ist gelenk- und bänderschonendes Laufen möglich." sagt die Hochschulsportseite und läd zum Laufen auf der Finnbahn ein, inmitten von ansehnlichen Beachvolleyballern, Footballspielern und Fussballern ein. Was an sich ja auch wirklich nett ist, denn das Auge läuft ja auch mit. Doch sie verschweigen etwas: es ist viel anstrengender als die olle Lousbergraufundrunterrunde, weil der Untergrund so weich ist. Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das so gut finde.

Natürlich schiebe ich das hinterherige Scheinsterben und panikartige Nachluftschnappen auf die drückenden Luftverhältnisse und nicht auf meinen schlappen Gesamtzustand. Aber das versteht sich ja wie von selber. Ist außerdem auch sehr schlecht für die Psyche dort zu laufen, denn all die ansehnlichen Beachvolleyballer, Footballspieler und Fussballer sind doch sehr sportlich und wenn sie sich nicht gerade auf den jeweiligen Spielfeldern tummeln, dann tummeln sie sich auf der Finnbahn und das heißt, dass ich ständig überholt werde. Denn auch wenn ich mich innerlich schon mal auf den Halbmarathon im Juni 2009 vorbereite: ich bin langsam. Audauernd, aber langsam.

Dann bin ich mir im Moment nicht sicher, ob ich mich dem Gruppendruck der laufenden Weiblichkeit beugen und mit langer Hose laufen soll. Aber was soll ich dann im Winter anziehen? Als wenn ich im Winter laufen würde! Aber wenn, was sollte ich dann anziehen? Moonboots, einen Schneeanzug und Fäustlinge? Ich hab bei diesem Temperaturen die kürzeste Hose an die ich besitze - auf der Tahiti steht, dann fühlt es sich wie Urlaub an - und das ist auch gut so. Allerdings bin ich fast die einzige Frau, die Bein zeigt. Der geek sagt, es wär gar nicht schlimm, aber wer weiß, vielleicht ist der befangen in seiner Meinung.

Ich werde mich dem Gruppendruck tapfer entgegenstellen. Das klappt bei den Bermudas ja auch schon recht lange sehr gut.

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