22. Oktober 2008

Ich liebe Kolumnen

Statt Yoga empfiehlt ein schottischer Psychologe, sich eine kleine Macke zuzulegen. Denn viele Patienten sind krank an Körper und Geist weil sie sich ständig mit anderen vergleichen und schlecht abschneiden und weil sie sich dem Zeitgeist anpassen und machen, was alle machen. York Pijahn (in der myself) hat das gleich mal ausprobiert. Hier einige Auszüge:

Ich hänge mich an jeden Gesundheitstrend, jage ihm hinterher wie jemand, der kurz davor ist, einen Zug zu verpassen. Ich springe auf die letzte Treppenstufe des letzten Waggons auf, ich bin dabei. Denken Sie an irgendein Wellness-Wohlfühl-Schrottprodukt und Sie können sicher sein: Ich besitze es.

Ich trinke Wellness-Tees mit Namen, mit denen man indische Pornofilmplakate betexten könnte. „Sinnlicher Morgen des Tigers“, „Herbal Dreams of Krishnapoor“ – alles da. Das Zeug schmeckt als habe eine Kuh damit gegurgelt, und trotzdem mache ich demonstrativ „Aaah“, wenn ich den Krempel trinke.

Wenn 2009 der Entsagungs-Oscar vergeben wird, werde ich wahrscheinlich auf die Bühne gerufen. Mein Leben ist ein ziemlich räucherstäbchenhaft parfümierter Spaß-frei-Laden. Damit ist jetzt Schluss.

Besonder gesund hingegen (...) waren die Menschen, die, ich sage das einfach mal so, ordentlich auf die Kacke hauen und einen an der Waffel haben.

Bis vor einer Minute habe ich auf meiner Blockflöte „Highway to Hell“ gespielt.

Sie merken, der Wahnsinn hat seine stählerne Tür geöffnet und sich meines Verstandes angenommen. Echt irre, wenn man irre ist. Und unfassbar gesund.

Ich spüre gerade, wie der Wunsch, morgen beim Yoga Pupskissen unter die Matten zu packen Gestalt annimmt. Wenn ich überhaupt hingehe. Ob man sich Mon Chéri durch die Nasendusche reinziehen kann?

1 Kommentar:

  1. Viel Spaß morgen beim Yoga .... ihr könnt dann ja auch lachend abbrechen und zusammen eine Tasse trinken .... schön, dich hier mitzulesen ..... ein Schmunzeln kann ich mir dabei nicht ganz verkneifen ...

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