3. November 2008

Erst lesen, dann vorstellen

Ein Freund hat mir neulich von einem Buch mit lauter Übungen für den besseren Durchblick erzählt und es mir dann auch spontan ausgeliehen. Ist ja nicht so, dass ich gerne Frau Cati Kurzsichtig Basmati bin.

Nach einem anstrengenden Anfang mit ungefähr 385 Praxisbeispielen von ergrauten Mitachtzigern, die dank der Übungen wieder besser sehen konnten, gibt es dann ein paar Übungen, die glücklicherweise von Skizzen begleitet werden. Dann muss man nicht Wort für Wort lesen, das kommt mir ganz entgegen.

Ich schlag direkt mal das Kapitel für gegen Kurzsichtigkeit auf und schwupp - los gehts. Man soll erstmal Dominosteine so vor sich hinstellen, dass man sie ohne Brille ganz gut erkennen kann, diese dann abwechselnd anschauen und dann bei geschlossenen Augen vergegenwärtigen. Am nächsten Tag soll man das mit Spielkarten machen und am dritten Tag mit einem Kalender, dessen Zahlen so groß sind, dass man sie in 3m Entfernung ohne Brille noch gut erkennen kann.

Und hier muss ich erstmal herzlich lachen. Ich stelle mir vor, wie ich in unserem kleinen, gemütlichen Wohnzimmer stehe, vor einer Armee aus 2m großen Zahlen, die ich mit zusammengekniffenen Augen leicht vornüber auf meine Gehilfe gebückt zu entziffern suche. Doch da klingelt es, denn Alice im Wunderland kommt zum Tee vorbei. Ihre Spielkartenarmeejungs hat sie auch mitgebracht, die spielen immer gerne mit meinen Kalenderzahlenriesen.

Ich hab dann nochmal nachgelesen: verschwommen reicht und ich darf auch näher ran. Glück gehabt.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen