2. Dezember 2008

Wenn einer eine Reise tut, dann kann er viel erzählen

Gestern war ich in Südafrika. Begleitet wurde ich von LaMama, Vati und Dirk Bleyer, der Afrika seit 20 Jahren immer wieder besucht und zwischenzeitlich sogar Reisefotograf geworden ist. Und ich muss sagen: er macht seine Sache ordentlich.

Den Gutschein für einen Diavortrag der Extraklasse hatte ich Weltenbummler Vati Basmati letztes Jahr zum Weihnachtsfeschtle geschenkt und es war mir aus unerfindlichem Grund wichtig, diesen noch vor dem diesjährigen Weihnachtsfeschtle einzulösen. Aber weder Vati Basmati noch LaMama sind entscheidungsfreudig und als Neurentner haben sie auch nie Zeit. Daher lag der Gutschein immer noch auf dem „ToDo-Regal“ und dämmerte vor sich hin. Also hab ich dann einfach mal die Sache in die Hand genommen und einen Vortrag ausgesucht: Südafrika – von Kapstadt zum Krügerpark.

Vorher gab es erstmal eine gute Currywurst, denn mit leerem Magen reist es sich nicht gut. Überrascht war ich dann aber davon, dass der große Cinekarree-Kinosaal komplett besetzt war. Das müssen nach Adam Riese ungefähr total viele Leute gewesen sein, die über den Kaiserstadttellerrand gucken wollten. Also los.

Vati beschwerte sich, dass es so wenige Landschaftsbilder gibt. Sind ja auch nur ca. die Hälfte der Bilder, die die 2,5 Stunden Vortrag ausmachen. Und ein Bild vom Buschland reicht ja auch erstmal, das müssen nicht immer gleich acht sein. Buschland von rechts, Buschland von links, Buschland von oben, Buschland von unten, usw. Dann das ganze noch mit Bergen, Schluchten, Wüste und Städten. Südafrika ist halt mehr als nur Landschaft. Da leben auch Tiere und Menschen. Aber Vati steht wohl nicht so auf kleine putzige Löwen oder Elefanten, die das Dschungelcamp verwüsten bei dem Versuch, die Picknickkisten aufzubrechen. Keine Hände, keine Kekse. Wir stellten außerdem fest, dass es sehr viele Dämmerungsbilder gibt. Was wohl daran liegt, dass das für die Massen immer hübsch romantisch aussieht und dass ein Vogel Strauß nachts im Mondlicht deutlich hübscher ist als tagsüber.

Allerdings muss ich hier auch noch anmerken, dass es doch ein Armutszeugnis ist, dass die mehreren Hundert Zuschauer in der Pause zwar Schlange standen, um die DVD des Vortrags und die CD der Vortragsmusik zu kaufen, sich aber fast niemand fand, der ein paar Euro für ein im Vortrag vorgestelltes Kinderhilfsprojekt in Soweto spendete, welches von einem Freund Dirk Bleyers geleitet wird. Weihnachten, worum ging es da nochmal? Ach ja, um die Weisen aus dem Morgenland, die mir gefälligst Geschenke mitbringen sollen.

Kommentare:

  1. hmm..war's du am Ende mit dem Vortrag zufrieden? Ich uberlege mir gerade ein zu besuchen

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  2. Ich war zufrieden, denn es gab eine sehr unterhaltsame, abwechslungsreiche Mischung aus Erfahrungsbericht eines "insiders" der mehr als nur die üblichen Routen kennt, mit Fotos, Videos, Musik, etc. Ich werde auf jeden Fall demnächst weitere Vortragsgutscheine verschenken, zu denen ich dann mitgehe ;-)

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  3. Danke! dann fahre ich auch mit Dirk Bleyer nach Sudafrika :)

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