19. Dezember 2008

Stille Nacht, Harry-Potter-lose-Nacht

Während der Märchenonkel Mr. Goldfinger, formerly known as Diskobus, mit mir durch die Gegend fährt, ist es Harry Potter endlich gelungen, die Kammer des Schreckens zu öffnen. Er hat gerade Ginny gefunden und Tom hat sich offenbart. Obwohl ich die Bücher mehrmals gelesen und die Filme mehrmals gesehen habe, bin ich mit Harry erstmal froh darüber, dass Tom Riddle auftaucht, denn schließlich war Tom schon vor 50 Jahren dabei, als die Kammer das letzte Mal geöffnet wurde. Er weiß bestimmt, wie man den gefährliche Basilisken bekämpfen kann und wenn nicht, dann kann er wenigstens helfen, die bewusstlose Ginny aus der Gefahrenzone zu tragen.

Tom ist aber eher weniger hilfsbereit und irgendwann blickt dann auch Harry, dass da wenig Hilfe zu erwarten ist. Vor allem, weil Tom der Schurke ist.

Während die Spannung ins Unermessliche steigt ist die CD plötzlich am Ende angekommen. Aber ich war ja schlau und habe alle 10 CDs des Hörbuchs dabei. Flugs wird die CD gewechselt, natürlich ohne die Augen auch nur für den Bruchteil der Sekunde von der Straße zu nehmen oder die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nachlassen zu lassen. Man kann schließlich auch blind alle lebensnotwendigen Knöpfe des CD-Radios bedienen. Ich mach doch auch nachts nicht die Augen auf, wenn ich mal aufs Klo muss.

Weiter gehts also in der Geschichte und die Stimme von Rufus Beck sagt.... NICHTS. Überhaupt NICHTS. Etwas stimmt nicht. Vielleicht mag Mr. Goldfinger nicht so gerne Märchenonkel sein und möchte viel lieber mit Peter Fox durch die Lande grooven. Oder er ist ein elender Schisshase, der nicht hören will wie es weitergeht, weil es schlimm ausgehen könnte. Schließlich hat er weder das Buches gelesen noch den Kinofilm gesehen. Sein Leben ist ja recht eingeschränkt, was Entertainment angeht.

Hektisches Kramen im CD-Fach - natürlich ohne die Augen auch nur für den Bruchteil der Sekunde von der Straße zu nehmen oder die Aufmerksamkeit im Straßenverkehr nachlassen zu lassen - und Ausprobieren aller 20 an Bord befindlichen CDs lässt die schreckliche Ahnung Wirklichkeit werden. Nichts geht mehr. Keine einzige CD wird erkannt. Erschütternd.

Gut, dass Peter Fox so viele Konzerte im Diskobus gegeben hat, dass ich viele der Lieder auswendig kann. Und dann zahl ich ja auch GEZ-Gebühren und könnte mir meinen Anteil mal in Radioeinheiten zurückholen.

Morgen werde ich versuchen, dem Übel auf den Grund zu gehen und es zu besiegen. Wünscht mir Glück. Oder schenkt mir ein neues Autoradio, dann gerne MP3-fähig oder mit USB-Frontanschluss. Vielen Dank im Voraus.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen