6. Januar 2009

Ich bin ein Monster

"Weil ich einen Job suche, der zu mir passt." So heißt es doch, oder?

Also bei mir ist seit gestern ein ganz wichtiges Kriterium für einen neuen Job hinzugekommen: er darf mich nicht zwingen, um 6:15 Uhr aufzustehen und trotzdem möchte ich gerne vor 18 Uhr zuhause sein.

Ansonsten:
Er soll mich fordern, ich möchte kreativ arbeiten. Außer montags und Freitagsnachmittags, da bin ich nur semi-kreativ. Und Glitzerkleber und Zickzackschere sind kein Muss, Wörter schon.
Er soll Gelegenheit zum Lehren und Lernen im weitesten Sinne bieten und dies auch einfordern. Wenn ich dabei noch schlaue Bücher wälzen und unnützes Wissen anhäufen kann: willkommen.
Er soll Leute involvieren, mit denen ich sprechen kann (physisch als auch psychisch, ich ertrage nicht jeden und nicht jeder erträgt mich).
Er soll Möglichkeiten bieten, Englisch zu sprechen/schreiben/hören, gerne auch Französisch, Spanisch und Rheinisch. Öcher Platt geht auch.
Er soll leckeren Kaffee bereithalten und wenn Kollegen unbedingt gerne backen, dann wäre das auch ok.
Es soll viel zu tun sein, aber nicht so dass sich mein Magen aufregt.
Es sollen Leute da sein, die sich auf mich freuen und mir zuhören, wenn ich unnützes Wissen verteile. Wer weiß, was Günther Jauch beim nächsten Mal fragt.
Er soll über ein funktionierendes Netz des ÖPNV erreichbar sein. Besagter ÖPNV transportiere mich bitte pünktlich und ohne lange Warte- und Wegzeiten.
Es soll auf dem Nachhauseweg Gelegenheit zum maßlosen Konsum bestehen, die sich bei prekärer Kontosituation in Nichts auflöst.
Es soll Verständnis herrschen für Menschen, die Karneval nur bedingt ertragen können und wenn überhaupt, dann auch nur freiwillig.
Es könnte ein DM zu Fuß erreichbar sein, denn: was ich nicht tragen kann, hab ich nur versehentlich gekauft. Ich brauche es dann nicht. Manchmal jedenfalls.

Wenn jemand das mit einem Wort ausdrücken kann, dann würde ich das gerne hören. Wer will schon ewig ein Monster sein?

Kommentare:

  1. Wie jetzt?

    Die "heiligen Hallen" nördlich der Kaiserstadt werden verlassen jetzt wo ... weg ist, oder wie??

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  2. Werde selbständig oder Hausfrau in einer Kommune! Frohes neues Jahr, liebe Cati!

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  3. Wer würde die heiligen Hallen verlassen? Ich versuche nur den Wecker zu umgehen. Und wenn ich mir das nochmal so durchlesen, ist DOMFÜHRER die Antwort - bis auf den Kaffee. Und die hab ich ja schon abgedeckt.

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  4. Literaturwissenschaftlerin?

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  5. Literaturwissenschaftlerin ist auch eine gute Idee, kollidiert aber mit dem nicht näher benannten Kriterium des astronomisch guten Gehalts.
    Ansonsten aber weiterhin ganz oben auf der Liste!

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  6. Ach komm, TVL 13 ist doch geradezu fürstlich. Gruß
    Sven

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  7. Ok, TVL 13 wäre ausreichend fürstlich, aber das setzt ja immer noch die Anstellung voraus. Ich hatte den arbeitslosen Akademiker im Sinn...

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  8. Cati, den Job, den Du willst, den müsstest du erst selbst erschaffen!

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  9. Aber wenn jemand anders das schon gemacht hat, dann könnte ich mir ja die Arbeit des Erschaffens sparen :-)

    Bundeskanzlerin klingt auch wie eine passende Beschäftigung!

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  10. "Ja.. ich studiere Physik.. ja, ich werde auch Bundeskanzlerin.."

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  11. Der Physiker in der Familie ist der geek, was ich ihm aber nicht negativ anlaste. Brauch ich also nur noch Bundeskanzlerin zu werden. Oder Königin, dann wohn ich im Palast in dem die Regierungshalle ist und somit entfällt das ÖPNV-Kriterium. So gut wie perfekt.

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