16. Januar 2009

Was sollen wir heute machen? Uns auf den Kopf stellen und lachen.

Heute in der Kategorie Amusement: Autowaschen.

Ja, bis gestern war mir das Erheiternde einer Autowäsche auch verborgen geblieben. Gut, für geeks und andere Männer ist es sicherlich angenehm, manchen Damen im Bikini oder T-Shirt beim Autowaschen zuzusehen, aber das liegt dann wohl eher an den Damen als an der Wäsche an sich. Das wäre dann schon mehr Fetisch.

Entschlussfreudig wie ich nun mal bin versuchte ich gestern, die seit zwei Wochen geplante Autowäsche durchzuführen. Durchsichtige Fenster sind doch angenehmer beim Fahren. Hab ich gehört.

Nachdem ich nur vier Tankstellengelände umgehend wegen der Schlange vor der Autowaschanlage verlassen hatte wurde ich um die Ecke fündig und fuhr direkt rein. Waschkarte gekauft, Unterhaltungsliteratur gekauft, Karte eingesteckt, Zeitung aufgeschlagen. Just in diesem Moment kam ein Papa mit seinen Jungs im Auto angefahren, stellte sich frech neben mich und begann, mir durch manuelles Waschen seines Autos ein schlechtes Gewissen zu machen. Ja, ich weiß, ich bin faul und gebe Geld dafür aus. Aber es war nur 1 Grad Plus, da könnten meine Finger abfrieren. Und mit meinen Zehen kann ich nicht tippen, ergo auch kein Geld verdienen. Gut, ich hätte dann durch das Selberwaschen viel Geld gespart, aber ich diskutier doch jetzt nicht mit mir selber.

Seine zwei Jungs, ca. 5 und 7 Jahre alt, stellten sich mit erwartungsvollen Gesichtern vor mich und beobachteten mein Auto. Ja, krasses Teil, aber das es so beeindruckend ist, war mir neu.

Stufe 1: Einschäumen. Die Jungs fingen plötzlich an, laut zu johlen und sich schlapp zu lachen. Die fanden das Schaumspritzen so abartig lustig, dass sie sich in einen wahren Lachflash lachten. Wunderbar, ich war entzückt.

Stufe 2: Duschen. Ein wahres Highlight, nur war es mir bisher nie aufgefallen. Die Jungs kreischen und kriegen sich gar nicht mehr ein. Sie winden sich schon fast mit Bauchschmerzen und nur das Eis auf dem Boden hält sie davon ab, sich dort lachend zusammenzukrümmen.

Stufe 3: Föhnen. So langsam wurde es ruhig um die Jungs, aber ich glaube das war nur, weil beide einfach nicht mehr konnten.

Ich habe schon lange nicht mehr jemanden so lachen sehen und hören. Und ich habe es möglich gemacht. Und das Auto war sauber. Ein rundum erfolgreiches Viertelstündchen.

1 Kommentar:

  1. Jeden Tag ne gute Tat ;)

    Ich glaube, Fred Fieta würde sich auch über ne Dusche freuen, ich drücke mich jetzt auch schon seit Oktober um dieses ungemütlichen Drumrum rum *g. Der Tip mit der Literatur ist gut, denn übernehm ich..

    LG
    Saba

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