24. April 2009

Wellnessdusche ist doch was für Anfänger. Wakeup ist der neue Trend!

Bei meiner akribischen Lesung herkömmlicher Frauenzeitschriften, durch eifriges Teilen im Freundeskreis finanziert, kommt immer mal wieder das Thema "Haarshampoo" auf.

Da ich ein großes Mädchen bin weiß ich, dass man keine große Menge davon braucht, freue mich aber trotzdem über viel Schaum. Herr Spillner, mein Chemielehrer, erklärte damals dass mehr Schaum eigentlich weniger Wirkung bedeutet, aber was weiß der schon?

Weiterhin habe ich lesend gelernt, dass man ab und an das Shampoo wechseln sollte, damit das Haar sich nicht daran gewöhnt und es überlistet.

Zum Glück weiß ich auch, dass tägliches Haarewaschen den Haaren gar nicht schadet, sonst wäre das momentane Sportprogramm von vornherein zum Scheitern verurteilt.

Der geek versucht außerdem mir weiszumachen, dass nur kurze blonde Haare wirklich gesund sein können, aber auch da zweifle ich. Was weiß der denn schon vom Martyrium jeder Frau, die es geschafft hat, die weichen Wellen über die kritischen Stellen Unterkiefer und Schulter wachsen zu lassen.

Zurück zum Shampoo. Ich probiere also gerne neues aus, sofern es preislich in der ganz günstigsten Kategorie liegt. Denn auch hier gilt: mehr Geld für Schuhe.

Nach der Anti-Haarbruch mit Johannisbeer Misere habe ich mich neulich für Vitalität und Frische entschieden, Geschmacksrichtung: nachgeahmtes Naturprodukt darin: Lemon. Ich hätte hier gerne einen Link platziert, damit Ihr gucken könnt, welches ich meine, aber ich hab diese Ausführung nicht gefunden auf der dm-Seite. Also ab ins Geschäft. Es könnte aber auch Lemongrass heißen oder gar nicht wirklich Vitalität und Frische. Das sind nämlich eher Vermutungen und dunkle Erinnerungen meinerseits.

Gestern in der Gemeinschaftsdusche nach dem Aquajoggen dann der große Auftritt. Zumindest geht die Flasche gut auf, es gibt schließlich Verpackungen bei denen nach zehn Mal benutzen kein Fingernagel mehr heil ist. Das Shampoo sieht gut aus, die Farbe sieht nicht so künstlich aus, dass man juckenden Ausschlag und rote Flecken fürchten müsste. Verteilen kann man es auch sehr gut und es schäumt hervorragend, auch wenn ich fast nur die empfohlene 2-Euro-Münzen-große Menge nehme.

Dann jedoch.

Es riecht ein bisschen nach Putzmittel. Der gute Meister Proper Zitrus. Oder auch der Glasreiniger, der sich Ostermontag fröhlich wie von selbst auf den Scheiben der Küche und des Wohnzimmers verteilte.

Ich bin ein wenig schockiert und versuche, mich selbst damit zu beruhigen, dass der geek ja nicht zuhause ist, wenn ich ankomme, sondern beim Hawaiipulli Topmodels guckt. Im Notfall könnte ich also nochmal waschen und föhnen, bevor ich in die Nähe seiner Nase komme. Wer wird schon gerne von einem Klostein verführt?

Beruhigung: nach kurzer Zeit – read: wenn die Haare trocken sind – riecht es nur noch frisch. Angenehm sogar, fast schon nach Heiterkeit, Esprit und Lebensfreude. Und die Haare fühlen sich auch gut an, nicht so spröde wie sie das manchmal nach der Chlorwasserattacke tun.

Ich bin zufrieden. Schließlich macht der Geruch morgens unter der Dusche garantiert wach, ohne den gesamten Tag geruchlich zu vermiesen. Und das alles für weniger als 1 Euro. Heureka.

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