4. Juni 2009

Garmin - Und Kyrill kann uns mal

In einem sorgfältig geplanten Präventivschlag versuchte der Orkan Kyrill im Januar 2007, dem geek und mir unsere 4-Tage-Wandertour 2009 im Sauerland zu vermiesen und dezimierte den Baumbestand Nordrhein-Westfalens einfach mal um 25 Millionen Bäume. Nicht sehr nett, fand ich.


Doch er hatte die Rechnung ohne das Garmin gemacht!

Der geek ist ein geek, weil er geek-tools hat. Zum Beispiel den Garmin-GPS-Navigator, auch gerne Kommandozentrale genannt. "Ein Spaziergehnavi, was für ein Unsinn!" hab ich gedacht. Aber es kann den Puls messen, gibt beim Training haargenau die Rundenzeiten an, erlaubt das Speichern von Trainingsplänen und kann beim Radfahren oder Wandern oder auch im Auto oder Flugzeug oder Space-Shuttle gut als Navi genutzt werden, weil es weiß, wo man ist. Was von Vorteil sein kann. Ok, im Space-Shuttle befindet man sich recht schnell außerhalb der verfügbaren Karten, aber daran arbeitet sicher schon irgendwer.

Praktisch ist das Gerät vorallem im Urlaub, wenn Kyrill (Name von der Redaktion nicht geändert, er soll zu seinen Missetaten stehen) nicht nur ganze Berghänge ihrer Bäume beraubt, sondern so auch die Wanderwege zerstört hat. Naja, zerstört nicht ganz, mehr nur unter 2 Metern Windwurfgehölz versteckt. Was aber aufs Gleiche rauskommt, wenn man mitten im Wald dahin schwebt wie eine Elfe und dann plötzlich die lauschige Lichtung gar nicht mehr lauschig, sondern ein Trümmerfeld ist, unter dem irgendwo versteckt der Weg verläuft.

Da die sauerländische Topographie für einige zu bewältigende Höhenmeter sorgt, kann man meisten auch nicht den Weg "weiter vorne" sehen, weil es da schon hinter dem Trümmerfeld wieder steil bergab geht. Dumm das. Kartelesen kann ich ja, aber was nützt einem die Karte, wenn man nicht sieht, wo die Kreuzung ist, an der man rechts abbiegen muss?

Enter the GPS-Empfänger. Das Trümmerfeld sieht auf dem Display gar nicht so furchterregend aus und ein kleiner Pfeil sagt uns metergenau, wo wir uns auf der Karte befinden. Man weiß: da lang wo der Pfeil hinzeigt. Und dann kommt schon irgendwann wieder ein Weg. Also los.


Schwierig ist die Umsetzung der Wegfindung, wenn der Weg tief unter einem im Gehölz liegt. Und man kurze Hosen anhat, weil ja letztes Wochenende Sommer war. Dann stakst man und steigt man und kracht man und ächzt man so lange weiter, bis das Navi sagt "Halt, hier ist der Weg." Und siehe da, da ist der Weg.


Sehr beruhigend.

Und Kyrill, tut mir leid, dass Du verloren hast. Technik siegt manchmal doch. Und dank Deiner Bemühungen hat man nun im Sauerland viel spektakulärere Ausblicke in die Weite. Denn wo man vorher den Wald vor lauter Bäumen nicht sah, ist nun nur noch Nichts. Und durch Nichts kann man sehr gut durchgucken. Bis zum Sorpesee.

Trotzdem: Böse Kyrill, böse!

Kommentare:

  1. Da bist Du aber schnell wieder hier... Und, hast Du neben Kyrills Werk auch die Kalorien in Winterberg oder Schmallenberg gefunden?
    Gruß
    Blonde, die auch gern so ein Garmin hätte...*sabber

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  2. Boah ey, ich bin auch sehr beeindruckt - von euch Garminpfadfindern :D

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