11. Juni 2009

Terminator: Die Erlösung

Terminator 1 und 2 hab ich gesehen, von 3 immerhin die Inhaltsangabe überflogen und dann kennt man halt Filmzitate und Arnold Schwarzenegger. Sollte reichen.

So.

Jetzt weiß man ja: Mensch gegen Maschine. Das war in allen drei Vorgängerfilmen so. Und überraschenderweise ist es auch diesmal wieder so: Die Menschen wehren sich verzweifelt gegen die Maschinen und das Computersystem Skynet, das sie selber damals (also von uns aus später mal) mit dem eigenen Schutz beauftragt haben. Aber es lief nicht so gut, Skynet wollte die Scheidung. Der Scheidungskrieg läuft seit 1984.

Wie immer geht es grob gesagt um John Connor. Gekonnt, aber noch nicht offiziell, führt dieser den Widerstand gegen die Maschinen an. Gespielt wird er diesmal von Christian Bale, der ruhig zur Lagebesprechung vorbeikommen kann, wenn er mag.

Ach ja, es ist Krieg. Deutet also alles darauf hin, dass "Terminator 4: Die Erlösung" ein Actionfilm ist, oder? Also: kein französisches Dialogkino erwarten und auch für die Liebe ist in diesen harten und stürmischen Zeiten nicht so viel Platz. Und nach einem Nuklearschlag der Maschinen ist halt alles zerstört, da ist wenig Platz für Auenwälder und Schmetterlinge. Das Setting erinnert an "Mad Max" und ähnliche 80er-Schätzchen, ist meiner Meinung nach aber gerade deswegen wirklich gut gelungen. Die Ironie der ersten drei Filme kommt viel zu kurz, bzw. gar nicht, aber das heißt nicht, dass gute Sprüche fehlen. Selber gucken macht da schlau.

Bleibt: Action. Und Actionhelden. Von denen gleich zwei, John Connor und der geheimnisvolle Marcus Wright, gespielt von Sam Worthington, dessen Hinrichtung im Jahre 2003 man gleich zu Anfang sieht. 2018, Spielzeit des Rests des Films, taucht er auf einmal wieder auf und ist darüber ebenso verwirrt wie wir. Auch er darf übrigens zur Lagebesprechung vorbeikommen. Jederzeit.

Alles ist recht flott gefilmt und wohl auch viel mit der Handkamera, man sollte also nicht leicht beschwippst ins Kino gehen. Aber das Geruckel unterstützt das hoffnungslose und gewalterfüllte Kriegssetting, John Connor holt halt niemanden zum romantischen Tanzabend ab.

Die ganze Idee des "jemanden durch die Zeit schicken damit er sonstwas verhindert" ist allerdings etwas kompliziert und führt dazu, dass man mit der Handlung der Vorgänger vertraut sein sollte, damit man nicht allzu verwirrt ist von der Figurenkonstellation. Außerdem lebt dieser John Connor VOR dem John Connor und dem Terminator des ersten Films, das sollte man nicht vergessen, wenn man über die vergleichsweise einfach zu überwältigenden Maschinen lästert. Ja, wir haben schon technisch Ausgeklügelteres gesehen, aber das war ja auch in der Zukunft. Mehr kann ich dazu ja nicht sagen, falls Ihr den Film noch nicht gesehen habt. Ach ja, Terminators spielen übrigens auch mit.

Ein wirklich guter Auftakt für eine neue Terminator-Trilogie mit gutaussehenden Helden, handfester Action in schrottreifer Umgebung, mit Logiklöchern und charmant platzierten Filmzitaten. Herz, was willst Du mehr?

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