9. Juni 2009

Was machen wir am Sonntag? Wählen!

Sonntag war Wahltag. Da hat man dann ja direkt was vor.

Schade nur, dass man nach 10 Minuten schon fertig ist. Und da sind Hingang zur Urne und Rückkehr zum Palast schon eingerechnet. Um kurz nach Frühstück waren wir also schon fertig mit dem Tagesprogramm und da hatte der geek eine ganz famose Idee.

"Lass uns die Wohnungstür nebst Türrahmen abbeizen!"

Ich hab vorsichtig gefragt, ob das was Schlimmes ist und er antwortete wahrheitsgemäß mit einem:

"JA!"

Ich allerdings hörte:

"Nein, gar nicht. Wenn wir fertig sind, dann bekommst Du außerdem ein funkelndes Geschenk!"

So nahm das Unglück seinen Lauf. Es ist etwas Schlimmes, Türen abzubeizen. Beize stinkt wie Hulle, tropft überall hin, wo sie nicht hintropfen soll, muss stinkend einige Stunden einwirken und nach dem Abschaben der Kleber- und Farbreste hält sich der Gestank noch eine ganze Weile. Bis jetzt, um genau zu sein.

Leider kam mir erst hinterher der Gedanke, dass man sich früher, vor Erfindung der allgemeinen Körperhygiene und Toiletten im Besonderen, ganz gerne Lavendelsträußchen unter die Nase gehalten hat, um plötzlichem Tod durch Gestank vorzubeugen. Ich hätte mir einen meiner Laufschuhe vors Gesicht binden sollen, selbst das wäre der Himmel auf Erden gewesen und mir wäre sicher weniger, oder zumindest anders, schlecht geworden. Bin ich aber nicht drauf gekommen, ich war zu sehr damit beschäftigt, das Würgen zu unterdrücken und den Hintern des geeks in seiner knackigen Renovierjeans zu begucken.

Aber man ist tapfer, sitzt frierend vor geöffneten Fenstern und wartet geduldig, bis alles vorbei ist.

Gerade hab ich mit ihm telefoniert:

"Hallo Cati, ich hab nochmal mit Beizen angefangen, nach Runde 2 sollte dann alles klar sein fürs Lackieren."

So home is where the Gestank am stärksten ist.

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