7. Oktober 2009

Der Club der toten Dichter

Ich war 12 und so verliebt. Offiziell in Robert Sean Leonard. Inoffiziell fand ich Ethan Hawke, der Todd spielte, viel toller, was aber damals noch uncool war. Und zugegebener Maßen fand ich erst just vor 30 Sekunden heraus, dass ich mit 12 in Ethan Hawke verliebt war. Da war ich ja doch ein bisschen cool.

Gestern hab ich dann mal Fernsehen geguckt. Das kommt gar nicht so oft vor, also musste ich es erstmal üben. Hab ich mit DMAX gemacht. Als der geek dann die Fernbedienung freigab, konnte ich meiner Leidenschaft für populärwissenschaftlich übertriebene Tatortwissenschaftler frönen und dann fing Dr. House an. Dr. House hab ich noch nie so richtig verfolgt, aber das Intro versprach niemand Geringeren als ROBERT SEAN LEONARD! Ich war verzückt! Warum hat mir das vorher noch nie jemand gesagt? Dann hätte ich doch schon viel eher dem fiesen Hinkebein beim Lösen der kniffeligsten Medizinfälle geholfen. Aber gut, noch ist nichts zu spät, ich bin ja noch jung.

Ich sitz und sitz und sitz. Und warte und warte und warte.

Und dann betritt ER den Fernseher den Raum, in dem sich Dr. House gerade das Knie verarztet. Denn Ärzte brauchen keine anderen Ärzte. Praktisch.

Und was soll ich sagen?

Ich bin keine 12 mehr.

Kommentare:

  1. man kann ja immer bei Dr. House einsteigen. Das Prinzip der Medizinischerproblemfallösung (nach alter Rechtschreibung sind es nur zwei "l") ist ja eigentlich immer dasselbe. Doch eigentlich sollte man Dr. House von Anfang an gucken... dann mag man auch wieder Wilson. Und bewundert ihn ein wenig, wie er es so lange mit House aushält. Er ist halt ein Masochist...

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  2. *psssst - ich guck das auch nur wegen dem .. selten aber doch - und hatte ne ähnliche Reaktion ; ) *

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