26. November 2009

10 Gründe dafür

Seit letztem Freitag ist der Glühweinmarkt Weihnachtsmarkt der Kaiserstadt wieder geöffnet. Ich war da, selbstredend. Diesem Tag fiebere ich schließlich ab Frühlingsanfang, spätestens aber ab der ersten Fahrt zur Arbeit ohne Tageslicht entgegen. Warum ich so ein Fan bin? Ganz einfach.

1. Der Weihnachtsmarkt der Kaiserstadt ist immer gleich.

Auf dem Katschhof zwischen Dom und Rathaus und auf dem Markt vor dem Rathaus sind immer die gleichen Buden mit immer dem gleichen Angebot. Das ist wichtig, der Mensch braucht Traditionen um nicht im Chaos zu versinken.

2. Glühwein.

Zu keiner Zeit im Jahr treffe ich so regelmäßig Freunde und Bekannte wie zwischen "Anstich" und "Absacker". Man sieht sich und behält sich im Auge, auch wenn man sonst vor lauter Arbeit und Stress nicht dazu kommt. Sehr gut. Außerdem finde ich, dass er schmeckt, oder zumindest bilde ich mir das ein. Kirschbier hingegen schmeckt nicht, egal was wer auch immer sagt. Aber Glühwein schmeckt meist bis zum 23.12., dann kommt er aber ja eh fast oben raus, da macht der plötzliche Leckerabfall nichts.

3. Alles ist immer da, wo es vorher auch war.

Der Grund für 1 ist auch Grund für 3: Das Verabreden zu vorweihnachtlichem Punsch ist ungleich einfacher, wenn alle Buden für jeden bekannt an immer der gleichen Stelle stehen. Das ist aber kein Grund für das willenlose Festhalten an Altem, ich hab jedes Jahr eine neue Lieblingsbude. Dieses Jahr steht noch nicht fest: Buden, überzeugt mich. Das geht am besten über kostenfreie Getränke.

4. Reibekuchen.

Hält Leib und Seele zusammen, ist fettig wie nur was und schmeckt und schmeckt und schmeckt. In der 5. Klasse lud man mich zu allen Geburtstagen ein, weil die Mütter mich für nett hielten. Wer außerhalb wohnte, durfte schon direkt nach der Schule mit und so gab es dann mittags immer Reibekuchen, weil die Mütter das beim Elternbesuchstag auf meinem Steckbrief gelesen haben. Der Rekord liegt bei 31 Reibekuchen handelsüblicher Größe mit Blaubeeren. Danke, Frau Krause.

5. Es ist immer sehr voll.

Doch darum geht es doch in der Weihnachtszeit, oder? Man rückt sich näher, geht auch mal auf Fremde zu und lässt alle teilhaben. Ob die das wollen oder nicht.

6. Unicef-Karten.

Das meine ich ernst. Die sind schön und man tut was Gutes, ohne dass es weh tut. Also: schreibt mehr Karten. Schreiben ist das, wofür man den Kuli braucht, wenn man nicht gerade telefoniert und kritzelt.

7. Holzunikate.

Auch die braucht man sonst nicht, außer vielleicht wenn man ein Holzunikatgeschenk aus den Vorjahren versehentlich beim Baseballspielen oder Traktorfahren kaputtgemacht hat. Aber wenn, dann freut man sich, dass man es unauffällig ersetzen kann. Oder dass man auch mal ein wirklich ausgefallenes Geschenk kaufen kann. Frühstücksbrett mit eingelötetem Kampfhubschrauber für den besten Freund vom besten Freund vielleicht.

8. Teelichthäuser.

Kennt Ihr die? Sehen aus wie richtige Häuser, sind teilweise sogar wirklichen Gebäuden nachempfunden und ebenso platzsparend wie all die anderen Staubfänger, die man nicht braucht. Bringt man einem Kollegen aber eins auf Bestellung mit, so dass der sich die Fahrt ins köstlich leere, vorweihnachtliche und mit vielen Parkplätzen nah dem Getümmel ausgestattete Städtchen sparen kann, dann hat man was gut. Und das kann ja nicht schlecht sein. Für den Rest des Jahres.

9. Kerzen.

Man ahnt ja über den Rest des Jahres verteilt nicht, wie dringend man bunt gebatikte Kerzen braucht. Am besten noch in Form unglaublichster Hässlichkeit. Oder Wahnwitz. Worüber soll man sonst lachen? Und wenn man Wachskerzen nicht so mag, dann sind da ja noch die Räuchermännchen und die Christbaumschmuckgeschichten. Oder Schmuck. Oder Mützen. Oder Gewürze. Oder Plätzchenausstecher. Oder Keramikkunst.

10. Es macht mich glücklich.

Sehr sogar.

Kommentare:

  1. Sag mal Cati, ich wohne ja auch in der besagten Stadt. Evtl. laufen wir uns mal beim Glühweintrinken über den Weg. Sind ja sonst nur zwei bis drei andere Menschen da...

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  2. Oder vier oder fünf. Aber wenn man die Touristen weg lässt, die jetzt wegen des Weihnachtsmarktes da sind, dann ist die Menge überschaubar!

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