16. Dezember 2009

Ihr seid doch alle gleich

Ich weiß doch, wie gerne Ihr Euch am Unglück Klammer auf der Doofheit Klammer zu anderer weidet.

Also hier: eine Weide.

Beinahe pünktlich komme ich im Bahnhof an und finde, dass ruhig noch ein Blick in den Zeitschriftentempel in das Morgenprogramm passt. Daraufhin schnell noch den Wunschzettel der Realität angepasst. Christkind, Du musst flexibel bleiben: Bobbi Brown's Makeup Manual.

Blick auf die Uhr verrät: jetzt doch sputen.

Also spute ich mich. So gut, dass ich die letzten Stufen erklimmend vom Schaffner erblickt werde, der die Trillerpfeife wieder aus dem Mund nimmt um die keuchende, puterrot angelaufene Rennschnecke zu fragen, ob sie denn noch mit wolle. Ja, will sie. Er freut sich, so ist er schließlich nicht umsonst zu spät dran.

Verwunderung meinerseits, weil der Zug pünktlich abfährt.

Nur leider in die falsche Richtung. Köln, ich komme.

Kurz vor dem zornigen laut Aufschreien stoppe ich mich, schäme mich, schimpfe mit mir und springe dann an der nächsten Haltestelle wieder raus. Die leider wirklich nur Haltestelle ist und daher keinen Kaffee feil bietet. Doof das. Aber dafür kommt der nächste Zug zurück auf Los (ziehen sie keine 5 Millionen Milliarden Euronen ein) in 10 Minuten.

Dort angekommen, wo ich kurz vorher schon mal war, gibt es immerhin nach nur 8 Minuten einen Zug nach da, wo ich eigentlich schon vorher hinwollte. Da setz ich mich jetzt rein und warte. Und überprüfe alle 2 Minuten, ob es der richtige ist.

Wie soll man nach so einem Start denn schon den Tag genießen können?

Kommentare:

  1. Ohjeee.... morgen gibt es wieder einen neuen Tag :D

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  2. Ach, das passierte mir auch mehrfach. Aber Köln ist ja auch ne schöne Stadt...
    Liebe Grüße!
    Juli

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  3. Hm.. Interessant wird es, wenn man in Köln ankommt, _obwohl_ man im richtigen Zug sitzt. Nachdem ich zweimal im frühmorgentlichen Dösen den Umstieg in Düren verpasst habe und somit in der anderen Domstadt shoppen musste, statt zu studieren, hab ich mich aufs Busfahren verlegt.

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