5. Januar 2010

Was Du heute kannst besorgen, das verschiebe ruhig auf morgen

Ich hab ja nicht nur gefaulenzt über die Feiertage.

Neben dem Beherbergen in und dem Beseitigen aus den Nasennebenhöhlen von grob geschätzten18,67 kg Alienschleim, der Gelomyrtol-Diät und dem Erarbeiten außerordentlich beeindruckender Beinahe-Alpträume durch exzessives Gilmore Girls und Der Pate I-III gucken habe ich gebügelt. Und zwar was das Zeug hält, bis alles faltenfrei war.

Bügeln ist keine Lösung.

War vorher der Bügelberg zwar sehr groß und beängstigend, so ist jetzt die Kleiderbügel- und Innenschranksituation so aus dem Ruder gelaufen, dass ich mich beinahe gezwungen sehe, nie wieder etwas zum Anziehen zu kaufen.

Der bisherige Kreislauf Schrank -> Cati -> Waschmaschine -> Bügelberg -> Schrank funktionierte hervorragend. Es war immer gerade genug Raum im Schrank, auf der Wäschespinne, auf dem Bügelberg, auf den Kleiderbügeln, dass jedes Stück seinen Platz fand. Dies ist nun nicht mehr so. Es fehlen Kleiderbügel. Und selbst wenn Kleiderbügel da wären, dann könnte ich diese nicht mit den gebügelten Sachen in den Schrank tun, weil dort kein Quentchen Luft mehr ist. Geschweige denn gebügelte Sachen einfach so in den Schrank tun, da ist auch kein Platz für. Nein, meine Unterwäsche kommt nicht auf Bügel. Und wird auch nicht gebügelt, for that matter.

Und dabei hab ich schon gar nichts anzuziehen.

Was tun? Soll ich dem Konsum den Rücken kehren und mein Leben fortan in Jutesäcken fristen, aufgepeppt mit einer Brosche oder einem feschen Gürtel? Das ist doch keine Lösung. Ich bügel einfach nicht mehr und schließ einfach die Tür zum Arbeitszimmer. Dann sehe ich den Bügelberg auch nicht mehr. Aus den Augen, aus dem Sinn. Und irgendwann ist dann wieder genügend Platz im Schrank für die Schluppenbluse, die ich so gerne hätte.

Kommentare:

  1. Dein Post ist ein Knaller! Ehrlich! Ich lag beinahe unterm Bügelbrett vor Lachen.

    Klar. Bügeln ist keine Endlösung, sie ist eher Alternative. Aber zu was?

    Solange die Kleidung (von der Frau ohnehin nie genug hat) gerecht verteilt ist auf Wäschekorb, Waschmaschine, Wäscheleine und Bügelstapel ist auch immer ausreichend Platz im Kleiderschrank und frau behält die Übersicht. Und ist es letztlich nicht das, was wir alle wollen? Übersicht behalten und immer einen Grund haben, ein bisschen was zum Aufhübschen zu konsumieren *lach*

    Amüsierte Grüße schickt dir Kirstin

    P.S.: Schön, dich zu meinen regelmäßigen Leserinnen zählen zu dürfen!

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  2. YES. Der Supergau. Dreimetervollnixanzuziehen... so siehts nämlich aus.

    Ich bügele nix. Das macht der Liebste. Und: Es passt nix mehr in die Schränke...

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  3. Hihihihi.....
    Ich habe Glück, ich kann es bei den Kinder reinhängen:-))
    Liäbs Grüässli Doris

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  4. Haha, das kenn ich auch nur zu gut. Da hilft nur mal wieder aussortieren und einen ganzen Abend ebayen und noch einen zum wieder einkaufen :-).

    LG
    Iris

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