24. Februar 2010

Sei gut - spende Blut

Gestern war ich heldenhaft Blut spenden. Und da fiel mir ein, dass ich Euch noch ein Update der Fruchtsäurepeeling-Odyssee schulde. Nun gut.

Letzte Woche, als ich das inzwischen dritte Fruchtsäurepeeling der Reihe "Ätz Dein Gesicht weg und lass ein schöneres nachwachsen" machen ließ, pinselte die Kosmetikerin mein Gesicht mit nun bereits furchterregend hoch konzentrierter Säure ein: 70 %. Das hört sich doch nach was an, oder?

Fühlt sich auch nach was an. Ungefähr nach tausend Ameisen, die über mein Gesicht laufen. Zumindest stelle ich mir das so vor.

Die Peelings 1 und 2 waren deutlich niedriger konzentriert und ich muss sagen, dass ich noch nicht so tolle Ergebnisse sehe, wie ich gerne sehen würde. Aber ich nehme ja auch nicht davon ab, dass ich mir vornehme, joggen zu gehen.

Peelings 1 und 2 waren vom direkten Ergebnis her sehr unterschiedlich. Nach beiden Anwendungen sah ich jeweils frisch gerötet aus als käme ich geradewegs aus den Carolus-Thermen. Nach dem ersten Peeling waren die Nasenflügelkanten so trocken, dass sie nicht deutlicher hätten sagen können, dass sich da was tut mit der Haut. Dort sieht es jetzt aber auch am besten und gesündesten aus: feinporig und eben. Nach dem zweiten Peeling war das nicht so, da hatte sich die Haut wohl schon auf die Attacke vorbereitet. Dafür war das Kinn überrascht worden und warf bald darauf ordentlich ungebrauchte Hautschüppchen von sich. Ich komm mir dann vor wie unsere Vögel, wenn sie in der Mauser sind und die alten Federn abwerfen um schnell neue, schöne nachwachsen zu lassen.

Makeup wurde ausgemustert. Ihr kennt das sicher, wie man aussieht, wenn man einen fast Sonnenbrand nach dem Duschen abtrocknet. Schüppchen über Schüppchen bis Fetzchen der Haut gehen ab, bleiben aber auf der Haut liegen und weigern sich, weggewischt zu werden. Das war vorletzte Woche so ähnlich und wenn da noch Makeup drauf kam, deckte dieses nicht ab, sondern sah fleckig aus. Ein bisschen wie ein rot blinkender Pfeil, der auf die Stelle zeigt, die man nicht so gerne herzeigt. Danke. Immerhin gehen diese Trockenperioden recht schnell vorbei und alles ist wieder normal – nur sauberer.

Dieses Mal ging es direkt nach der Anwendung zur tanjerine und ihrem Geburtstag. Be ye not so stupid! Nach einem Fruchtsäurepeeling sieht man nicht so gut aus. Die Haut ist ungleichmäßig gerötet, und glänzt wie eine Schweineschwarte, weil frisch mit reichhaltiger Creme beruhigt. Nun gut, man muss nicht immer gut aussehen, trinkt man halt mehr.

Jetzt, fast eine Woche später, fühlt sich die Haut nicht mehr so trocken an und sieht auch immer ebenmäßiger aus. So kleine feine Poren hatte ich mein ganzes Leben noch nicht. Am schönsten ist die Stirn, allerdings ist die aber ja auch das Sorgenkind, weswegen ich der Hautärztin und ihren Schergen überhaupt so viel Geld in den Rachen werfe. Sie ist zwar nun immer glatter und feinporiger, aber ich finde nicht, dass sich farbtechnisch schon was tut. Die Kosmetikerin meint, ich sollte mich nicht so anstellen – ok, sie hat es ein bisschen netter formuliert, ich hatte noch nicht bezahlt – und abwarten, das werde schon. Neulich erst hätte sie bei einer ähnlichen Verfärbung sehr gute Ergebnisse = keine Verfärbung mehr erzielt. Aber das geht halt nicht von heute auf morgen.

Ich bleibe hoffnungsfroh und warte geduldig auf Godot.

Das reimt sich. Und was sich reimt, ist gut. Oder?

Kommentare:

  1. was sich reimt ist gut in der tut.
    hattest du akne oder warum machst du das?
    love
    julia

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  2. Ich hab auf der Stirn - also eigentlich die ganze Stirn - einen großen "Sonnenfleck", den ich mit Fruchtsäurepeeling vom Hautarzt bekämpfe. Die Kollegin sagt, es wirkt auch dort, ich freu mich aber schon über die "normale" Hautverbesserung :-)
    Ich füg mal einen Link auf den ersten Beitrag dazu, das ging nicht gestern weil per mail gebloggt...
    Lieben Gruß
    Cati

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