16. Februar 2010

Warum der Winter so lange dauert

Und dauert... und dauert... und dauert...

Man muss ein gewisses Maß an Fettes Respekt zollen, denn die Ursache des nicht enden wollenden Winters ist ein ganz schön klug ausgeklügeltes Stück Gelddruckmaschine.

Wir wissen ja, dass die Autoindustrie selbst nach der Abwrackprämie nicht aus dem Jammern kommt. Innerlich wie äußerlich. Erst schien einiges gut, aber dann sah man deutlich, wie staatlich unterstützte Rettungsversuche ausgehen können: Siehe geplante Gesundstoßung der Pharmaindustrie mit der Impfung gegen Schweinegrippe, die dann keiner wollte. Wer vertraut da noch auf andere? Und da haben die Herren Autoindustrie sich gedacht: machen wir doch ganz lange Winter mit ganz viel Schnee und Glatteis. Dann gibt es alle Nase lang einen Unfall oder zwei oder drei und alle haben was davon.

Die Autoindustrie verkauft Autos. Und da die alten verschrottet und die halbalten an die ehemaligen Besitzer der alten verkauft wurden, kann man sich nur neue Autos kaufen. Angebot und Nachfrage, ganz einfach.

Die an der Autoindustrie beteiligten Industrien sehen auch den Rubel rollen, die ganzen neuen Autos brauchen ja so allerlei dazu geliefert. Somit verdienen die gut und die Angestellten der Zulieferer können sich endlich die neuen Autos leisten, die vorher wegen Kurzarbeit und so weiter nicht im Budget waren. Huch, doppelt verdient.

Ein bisschen Unterstützung bekommt die Autoindustrie für ihre perfiden Plan natürlich von der Industrie die für unsere Straßen zuständig ist. Denn die werden durch den ungewöhnlich langen und harten Winter so zerdeppert und verschlaglocht, dass im Frühjahr ganz schön viel zu tun ist. Also: her mit dem Asphalt und mit denen, die ihn verlegen können. Gewinne, Gewinne, Gewinne.

Ich könnte ewig so weitermachen, möchte aber erstmal die Autoindustrie dafür loben, wieviel Mühe sie sich gegeben hat. Es war sicher ganz schön kompliziert, das Wetter so zu manipulieren eventuell hat eine kleine, feine Parteispende aber Wirkung gezeigt, dass das Streusalz ausging und die Menschen so genervt sind vom Winter, dass sie ihre Scheu vor dem Glatteis verlieren und auf die Tube drücken. Lob. Ganz dickes.

Aber auch ein bisschen Schelte. Denn die Streusalzhersteller wurden nicht bedacht und kommen nun in der Produktion nicht hinterher und der Rubel rollt nicht obwohl alle ihn startklar in der Tasche haben. Sogar schon in der Hand, ready to go. Klar, ich sehe ein, dass das ein ganz wichtiger Teil des Masterplans ist, aber trotzdem. Gönnt denen doch auch mal was.

Mein unglaubliches Wissen über diese weitreichende Verschwörung werde ich nun natürlich umgehend an die Autoversicherungen verkaufen für eine nicht unbedeutend große Summe die ich nicht in der Schweiz anlegen werde - Erfahrung macht schlau. Denn wenn die Versicherungen erstmal Wind von der ganzen Sache bekommen, dann möchten die sich natürlich rächen und werden einen so was von milden nächsten Winter zaubern, dass niemandes Auto auch nur ein Haar gekrümmt wird. Oder Salzschäden am Unterboden bekommt oder was weiß denn ich.

Und dann muss ich die nicht unbedeutend große Summe gar nicht in der Karibik ausgeben, sondern kann einfach hier in der Heimat bleiben. Was der deutschen Wirtschaft ungemein zu Gute kommen und mir ein Bundesverdienstkreuz einbringen wird.

Soviel plötzliche Einsicht und verbundener Erfolg an einem frühen Dienstagmorgen. Vielleicht wird das Jahr doch gut.

Kommentare:

  1. Wow! Du hast Recht! Genauso ist es, warum bin ich da nicht drauf gekommen?
    Und was können wir jetzt tun, damit der Winter ein Ende hat? Können wir der Autoindustrie ein Schnippchen schlagen?
    Halt mich aufm laufenden.

    Grüßis Bianca

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  2. Hast du denn auch schon die Verbindung der Winter-Verschwörung mit der Bielefeld-Verwörung (http://fsinfo.noone.org/~abe/mirrors/bielefeld.html) aufgedeck?

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  3. GROSSARTIG. Ich habs zitiert :)

    http://sabadabadoo.wordpress.com/2010/02/21/die-winterverschworung/

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