18. März 2010

Grün statt Grau

Eine Initiative hat den Frühling hergelockt. Zur normalen Hamburger Liebe gibt es nun Grün statt Grau, man muss es nur finden. Und dann posten, aber darum geht es bei mir jetzt nicht. Obwohl links im Bild der grüne Textmarker die Forderung der Initiative nach Grün erfüllt. Ich muss mich vielmehr kurz mal gegen den Strom stemmen und für ein Grau Eure Interpretationsgabe herausfordern.

Auf meinem Zimmer in den heiligen Hallen nördlich der Kaiserstadt tummeln sich vergnügt diverse Kaffeepötte und Tassen und warten geduldig auf den launen- und jahreszeitlich-bedingten Einsatz.

Jetzt, wo der Frühling sich so aufdrängt, stehen die Weihnachtsbäume auf der einen Tasse wieder für länger versteckt im Rollboy während die Hasen einer anderen zum Vorschein kommen. Und genau die stellen mich vor ein Problem:


Ich nehme an, Ihr erkennt das Dilemma?

Die Tasse ist kein bisschen fröhlich-frühlingshaft! Erstens ist sie grau schraffiert. Soll mir suggeriert werden, dass der Frühling wettertechnisch unter aller Sau zu finden sein wird? Stürme wie neulich erst und schlimmer? Das erklärt aber immerhin, warum die Schäfchen im Hintergrund im panischen Laufschritt anscheinend Richtung Stall flüchten.

Der Hase lässt einen Drachen steigen, Ihr seht davon nur die Schnur links am Rand. Was macht man denn dann im Herbst, wenn man alle Lenkdrachen schon im Frühlingssturm hat kaputt gehen lassen? Typische Merkmale des Hasens deuten außerdem darauf hin, dass er entweder gerade die depressivere Phase seiner manisch-depressiven Persönlichkeitsstörung durchmacht oder einfach nur depressiv ist oder Drogen nimmt. Vielleicht treffen in geschickter Kombination alle drei zu.

Wer hat sie mir geschenkt? Die Stief-Schwiegermutter in spe. Gefüllt war sie mit einer großen Menge grellgrünem Plastikostergras und oben auf lagen drei Schokoeier. Die kleinen, einfarbigen.

Was soll ich denn davon halten?

Immerhin passt ausreichend viel Tee rein, der erstaunlich länge warm bleibt.

Kommentare:

  1. Huhu Du Liebe,
    üaaaah Geschenke von Stief- oder Schwiegermonstern sind oft ein Gräuel. Aber die Tasse toppt einiges, kicher. Da würd mir das Lattetrinken vergehen. Also muss eine andere her. Wie? Ja, das ist hier die große Frage. Aber da fäüllt Dir doch bestimmt was interessantes ein, oder?
    Frühlingshafte Grüße Myriam

    AntwortenLöschen
  2. Hmpf, ein Osterhase mit Depressionen. Ich bin nicht so eon Fan von diesen Risen-Tassen, deswegen würde sie mir vermutlich runterfallen.
    Böses Juli!
    (Aber du könntest auch Bier einfüllen! Das gefällt wiederum!)

    AntwortenLöschen
  3. Ach ja, vielleicht schaffe ich beim nächsten Mal noch mehr Rechtschreibfehler! Ich strenge mich an!

    AntwortenLöschen
  4. Hat nicht jeder irgendwo eine Kiste oder Ecke für Geschenke von Schwieger-Irgendwassen? Könnte mal eine eBay-Auktion starten. Denn offensichtlich gibt es Leute, die sowas schön finden.

    Oder meinst du, man hätte sie dir geschenkt, gerade weil sie so ... naja ... gewöhnungsbedürftig und wenig anziehend ist?

    Hm ...

    AntwortenLöschen
  5. Oh nein. Ein Depressionsosterhäschen. Ich würde sie ganz schnell irgendwo im Keller verstecken und sofort was Buntes auftreiben. Wir wollen ja nicht den (endlich kommenden) Frühling wieder vergraulen, ne?! ;-)
    Love
    Anneke

    AntwortenLöschen
  6. liebe cati, die tasse geht leider nicht durch die geschmackspolizeikontrolle und sollte umgehend in den müll oder in die flohmarktkiste.
    love
    julia

    AntwortenLöschen
  7. Ich merk das schon. Ihr würde nicht entsetzt und laut aufschreien wenn die Tasse plötzlich... sagen wir mal... herunterfallen würde ;-)

    Beruhigend

    AntwortenLöschen