1. April 2010

Vom Regen in die Traufe, oder: Vom Kopf in die Erbsensuppe

Ohrringe gesucht? tanjerine hat welche.

Leider hatte sie die nicht mit, als wir gestern ihre Geburtstagsgutscheine ins Vapiano ausführten. So gab es also ohrringlose goldene Safran-Fusili mit Champignons, Karotten und Hähnchenbrust in einer Vanille-Karotten-Sauce. Abgefahren klang es nicht nur, schmeckte auch so. Foto folgt noch.

Während des Essens erzählte ich vom Vogeltod, denn sie unterstellte kurz lachend, dass ich etwas mit dem Lebensende des Methusalem-Vogels zu tun gehabt hätte. Da musste die Wahrheit ans Licht gezerrt werden. Und während ich völlig emotions- und gestikbefreit ohne viel Worte in höchstens 30 Sekunden die letzten Tage des alten Fritz beschrieb, hätte ich gerne ein Foto von der Frau neben tanjerine gemacht. Würde dann demnächst mal jemand fragen was "mit gespitzten Ohren" heißt, dann könnte ich es rausholen und zeigen.

Die beiden Damen neben mir waren eher irritiert und so dermaßen von der eigenen Unterhaltung abgelenkt, dass ich als i-Tüpfelchen schnell noch erzählte, wie die nun einsame Blondi endlich den nach 5 Jahren immer noch unbekannten Weg vom Wohnzimmer in die Küche gefunden hatte, um wenigstens zum Feierabend ein wenig Gesellschaft zu haben. Dort saß sie eine Weile auf meinem Kopf, was zeigt wie durcheinander sie zur Zeit ist, bevor sie sich den Kopf des geeks als Aussichtsplatform aussuchte. Irgendwas erschreckte sie aber, als er zum Kühlschrank ging, so dass sie zurück zum Tisch flog und einen Landeplatz suchte. Was nicht so einfach ist, wenn der Tisch bloß 85*85 cm groß ist und vollgestellt ist mit Abendbrot, bestehend aus unter anderem zwei großen Schalen Erbsensuppe, gezaubert vom geek.

Völlig planlos zielte sie also auf eine der Schalen, stellte fest, dass sie mit den Füßen auf einmal in warmem, grünem Schleim landete und startete umgehend wieder durch, mit dem Ergebnis, dass nicht nur der Tisch, sondern auch ich und alles um mich herum in grünen Sprenkeln gebadet wurde, bevor sie keuchend auf ihrem Lieblingsbilderrahmen zur Landung kam.

Zur Sicherheit verblieb sie dann dort fast den ganzen Rest des Abends. Im Dunkeln. Denn wer weiß, ob der Weg zurück ins Wohnzimmer sich nicht vielleicht geändert hat?

Die beiden Damen sollten sich glücklich schätzen, das ist eine gute Geschichte. Und tanjerine hat nicht mal die Puffgeschichte erzählt.

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