26. Juni 2010

Mit Alles und Schaf

Ich habe mich verliebt. In den Firmeneventmanager. Er hat einen Dönermann besorgt für das Sommerfest. Ende der Love Story, back to the geek.

Für gewöhnlich finde ich Firmen-Sozialevents so wichtig wie einen Kropf und bin nie böse, wenn ich just an diesen Terminen im Sommer und kurz vor Weihnachten schon etwas anderes vorhabe. Diesen Sommer fand sich nichts. WM galt nicht als Ausrede, es war eine WM-Mottoparty inklusive Übertragung beider Spiele.

Dann jedoch, als ich gerade als Schiedsgericht beim traditionellen Firmen-Fußballturnier auf meinem Thron saß und das Dekollete bräunte aufpasste, wer wann wie viele Tore schoss, erzählte man mir, dass es später am Abend zusätzlich zum immer sensationell leckeren Essen einen waschechten Dönermann geben würde. Die Freude war grenzenlos und ich pfiff umgehend das Turnier ab, ehrte die Sieger und fuhr zurück zur Firma ich konnte es nicht erwarten, zur Firma zurückzukommen.

Da stand er. Der Dönermann. Mit zwei Dönerspießen, Kalb und Huhn, und allem was dazu gehört. Ich verliebte mich umgehend.

Dann jedoch, als ich gerade als Nr. 2 nach geringfügig langer, geduldiger Warterei meinen Döner bekam, enthüllte sich der Skandal von ganz alleine. DER DÖNERMANN WAR GAR KEIN DÖNERMANN. Er sah nur so aus. Was auch am Dönerspieß lag.

Nachdem ich freudestrahlend und Traditionen verpflichtet verkündet hatte, dass ich meinen gerne "mit alles" haben möchte, vergaß er zu fragen ob "für um zum Mitnehmen". Schaf hab ich dann schon gar nicht mehr genommen. Alles Lug und Trug.

Für Euch als Trost: Döner-Memory. Viel Spaß.

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