13. Juli 2010

Junggesellellinnin sein ist kein Vergnügen

Ich war ja nicht zum Vergnügen in Berlin, so war das ja nun nicht. Es waren Junggesellenabschiede zu feiern. Klitzi und seine Liebste wollten es ja nicht anders - nun gut, er wollte nicht, aber da musste er durch - und so wurden Pläne geschmiedet und Überraschungen ausgearbeitet.

O-Ton Trauzeugin der Junggesellin:
Das hört sich schlimmer an, als es ist.
Mein stiller Gedanke:
So wie Tod schlimmer ist als Pest?
War dann aber doch nicht schlimm, schließlich machen Mädchen alles hübsch. Hier der Bauchladen der Braut in spe, mit übersichtlich ausgezeichnetem Angebot. Der Kunde will wissen, was er kauft:


Und weil die Auslage verkaufsentscheidend ist:


Da soll man keiner sagen, wir hätten uns keine Mühe gegeben!

Los gings in prominente Gefilde, ganz im Zeichen des Runden, das ins Eckige muss:


Dort allerdings nicht viel zu holen, man war nicht ausreichend interessiert an unserem Verkaufsschlager, den Penisstrohhalmen. Und dabei leuchten die im Dunkeln. Unverständlich.

Währenddessen zogen die Jungs inklusive mobiler Torwand um die Häuser, adrett gekleidet und frisiert. Ich sag zwar immer, dass einen schönen Mann nichts entstellen kann, gebe aber zu, dass das Wochenende eine Ausnahme war. Hooray for Rudi Völler Perücken:


Weitere Bilder vom Abend sind nicht für Nichtteilnehmer bestimmt. Das Internet nähme sie übel. Es sei aber gesagt, dass sich das Verkaufen gelohnt und gar nicht weh getan hat. Zumindest mir nicht und die Braut behauptet steif und fest, dass es ihr sogar Spaß gemacht habe. Allerdings fing der Abend für sie damit an, bei 36°C in den 4. Stock zu laufen, um dann eine Choreographie auf "Get Down" einzustudieren. Dehydrieren soll die Sinne vernebeln.

Und allen Besorgten: nachdem Klitzis Trauzeuge um halb zwei nachfragte, ob der Bräutigam vielleicht bei uns wäre, sie hätten ihn verloren, kam um drei Uhr die beruhigende SMS, dass er wieder da sei. Gut, dass ich kein Herz habe, da konnte ich mir um den kleinen Bruder sowieso keine Sorgen machen.

Außerdem war ich damit beschäftigt, dass Cocktail-to-go-Prinzip in Friedrichshain einzuführen. Dauerte etwas, den Chef davon zu überzeugen, dass der größere Kaffeebecher aus der Frittenbude nebenan ruhig für weniger Geld mit mehr Margharita gefüllt werden könne, als in das Margharita-Glas passt. Spießer.

Jetzt hab ich doch bisschen was erzählt. Wollte ich doch gar nicht.

Kommentare:

  1. Junggesellinnenabschiede müssen deshalb so furchtbar sein, damit einem die Ehe hinterher nicht so schlimm vorkommt ;-)

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  2. Hihi, eventuell wollen wir mal einen Cocktail-to-go-abend machen und nehmen Eimer mit? Du scheinst ja sehr überzeugend zu sein!

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  3. Wie die kennen in Berlin keinen Cocktail-to-go? Hinterwäldlerisch!!
    Liebe Grüße, Fredda

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  4. An sich kennen die das schon, aber nicht die Bar, vor der wir gerade standen. Da mussten wir Entwicklungshilfe leisten ;-)

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