4. März 2011

Wenn ich morgens schon rennen muss

um die Bahn zu erhaschen, die dann noch gar nicht da ist und sowieso zu spät kommt, dann führt das zu einer Verschiebung im Raum-Zeit-Kontinuum, die ich den ganzen Tag nicht aufholen kann.

Immerhin habe ich mich gegen die Annahme entschieden, dass die Bahn morgens zu spät kommt, weil ich gerannt bin. Und alle Bahner so lach und wieher. Denn wenn ich nicht renne, sondern einfach früh genug losgehe nicht über Los, keine Mark einziehen, dann ist sie immer schon da und wartet geduldig auf mich. Und hat die Heizung schon an. Und das Licht.

Oder sollte ich mich der Hoffnung hingeben, dass die Bahn ihren Zugplan mit meiner Haustür gekoppelt hat und die Bahn zu spät kommt, weil ich das Haus zu spät verlassen habe? Kann sein, muss aber nicht. Würde aber jeden Morgen ungemein entspannen und sicher auch der Beziehung gut tun.

Jetzt aber erstmal: weiter dem Tag hinterherlaufen.

1 Kommentar:

  1. ich find, du solltest mal über ein kolumnenbuch deiner bahnbeziehungen nachdenken ... :)

    AntwortenLöschen