26. April 2011

Neulich vor der Tube

Das Mädchen verließ die sanft geschwungenen Hügel rings um die Kaiserstadt und fuhr in die Königsstadt um Thronfolgergemahlin zu werden die Königsstadt endlich mal zu sehen.

Da die Kaiserstadt klein ist und schon deswegen gar kein Platz für eine U-Bahn ist, hat sie keine.  Ein völlig logischer Zusammenhang. Die Königsstadt ist hingegen sehr groß und hat deswegen eine ganz alte. U-Bahn, nicht Königin. Aufregende Sache das, vorallem für Nicht-U-Bahn-Gewohnte, denn wer weiß schon auf Anhieb, welcher Ausgang an welcher Straßenecke landet?

Kommt das Mädchen also aus der U-Bahn, steht sie erstmal gewaltig staunend vor der gewaltigen Königsstadt, bis ihr dann doch wieder einfällt, warum sie überhaupt zu genau dieser U-Bahn-Station gefahren ist. Fußmarsch soll folgen zu touristischem Highlight hab vergessen was genau. Vor Fußmarsch zu besagtem Highlight wäre Orientierung eine gute Idee, diese gibt es in Form des Stadtplans. Aus Papier, GPS funktioniert nicht so gut in London ich bin da altmodisch.

Und so steht das Mädchen da und gleicht Straßenschilder mit dem Stadtplan ab um zu sehen, ob rechts oder links die bessere Alternative wäre. Währenddessen klopft der Zeigefinger sinnierend an die Nase.

Und während das Mädchen da so steht, stürmt ein nicht unbedingt sympathisch aussehender, verlaust-verlotterter Fremder mit Strickmütze bei 25°C auf sie zu und schreit sie an: HÖR SOFORT AUF ZU KRATZEN, DAS GIBT NARBEN!!! und läuft weiter ohne anzuhalten.

Das Mädchen hätte sich gerne umgehend und sofort für ganz egal welche Richtung entschieden, nur nicht hinter diesem Mann her. Stattdessen weit weg. Ganz weit weg.

Wunderlich, die Engländer, aber hilfsbereit.

Kommentare:

  1. ok.... na muss ja auch mal gesagt werden!

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  2. du bist ein bißchen verrückt :) und dein kommentar heute hat mich sehr gefreut. sehr :) liebe grüße!

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