11. April 2011

Vom Leben reich beschenkt

Als ich gerade weinerlich Trost suchend meine mit einem Rosinenbrötchen gefüllte Bäckerstüte öffnete, um selbiges zu verputzen, fand ich neben dem Rosinenbrötchen auch ein Croissant. Unverhofft kommt oft, sag ich da.

So im Nachhinein wird mir allerdings jetzt auch klar, dass die Madame heute morgen nicht nur den Getränkewunsch überhört, sondern diesen durch einen Pausensnack ersetzt hatte. Sonst wäre es aber auch ein sehr teures Rosinenbrötchen geworden. Wie sie aber "Ein Rosinenbrötchen und einen Cappuccino bitte" mit "Ein Rosinenbrötchen und ein Croissant bitte" verwechseln konnte, ist mir noch nicht klar. Selbst wenn ich all meinen Öcher Singsang hineinfließen lasse, wird aus Croissant höchstens Groisäng. Alles, außer Kappuschihno, sozusagen.

Ich frag morgen einfach nach. Morgens ist immer Zeit für einen Plausch.

Kommentare:

  1. Jö, so eine nette Geschichte!

    Ich hoffe, Du hast Dich gefreut und es hat geschmeckt!

    Papagena

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  2. Ich besuche den Bahnhofsbäcker meistens auf dem Weg zum Sport, wenn ich kein Mittagessen an der Uni zu mir genommen habe. Gestern zur Mittagszeit war irgendein Gehirneinzeller auf die Idee gekommen, neben eine einzige Verkäuferin nur einen Praktikanten hinter die Theke zu stellen, der wahlweise die Arme hinter dem Rücken verschränkte oder sich im Gesicht herumwischte. Es bereitete ihm sichtlich Schwierigkeiten, ein Brötchen in eine Tüte zu stecken, dabei war er mindestens 18, wenn nicht gar über 20. Auch das Prinzip einer Reihenfolge schien ihm nichts zu sagen, denn er nahm, während seine Kollegin vor mir bediente, eine Dame weiter hinten in der Reihe dran, die ein Schokocroissant wünschte. Ich bin ja nicht so ein Freund von blödem "Ich war aber vor ihr"-Gezicke, habe gewartet, bis die Verkäuferin fertig bedient hatte, ich also an der Reihe war, und sagte: "Ein Milchbrötchen, bitte!". "Das geht nicht, ich muss ihm erst helfen, der kann das noch nicht so gut." Gut, dass es noch einen anderen, wenn auch viel teureren und ungesünderen Bahnhofsbäcker gibt...

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