26. August 2011

Ein schöner Rücken kann entzücken, aber ein Abwasserrohr tut's auch

Nicht dass Ihr denkt, ich hätte geschwänzt. Nein, nein, tapfer schleppte ich mich am Dienstag zum Sport, um der Rumfpmuskulatur mal wieder zu zeigen, wer denn hier der Herr im Castle Grayskull ist. Ja, das ist der geek, aber Ihr wisst schon...

Nachem das erste Mal so ein Desaster gewesen war - obschon ich viele lustige Momente mit der Aufführung des Erlebten im Bekannten- und Freundeskreis hatte - war ja von vornherein klar, dass die mir nicht ganz am Herzen liegende Trainerin den Rest der Termine in Urlaub sein würde. Und ich auf Besserung in Form einer Vertretung hoffen konnte.

Die erste Vertretung von letzter Woche war eine Offenbarung. Auch ohne Hanteln hatten meine Arme direkt danach und auch am Tag danach Schwierigkeiten mit der Schwerkraft. Sonst hätte ich Euch ja mein Glücksgefühl beschrieben. Ich bekam nur die Hände nicht so hoch gehoben, dass sie auf der Tastatur hätten landen können.

Die Vertretung diese Woche hielt zwar keinen lustigen Sprachfehler bereit - Lispeln ist in Kursen mit oft genutzten Wörtern wie "Anthpannung", "Löthen", "thneller" und "noch tthen Mal" gern gehört - aber dafür wieder eine ganz andere Art der sportlichen Übungen, welche mir ein bisschen weniger, aber immer noch ausreichend Vergnügen und Anstrengung bereiteten. Sehr gut. In Erinnerung wird auch folgender Ausspruch bleiben: "Man hätte mir gesagt, ihr könntet das. Machen wir es halt anders."

Erheiternd dann wieder der Schluss. Wofür ich nichts kann, ich scheine einfach eine kosmisch-gelenkte Anziehung auf sphärische Entspannungsübungen zu haben. Als ich innerlich schon dabei war, das pinke Rosenfeld zu düngen, musste ich mich an einen Strand wähnen, den ich im Rosenfeld so nicht erwartet hatte. Also Planänderung, ich bin ja jung und flexibel. Am Strand angekommen wartete ich mal ab, was die Stimme mir so zur Entspannung vorflüstern würde.

Und was soll ich sagen? Ich hab nichts mitbekommen. Ich war nämlich zu sehr damit beschäftigt zu überlegen, woran mich das Meeresrauschen und der Wellenschlag an den Strand erinnerten. Am Schluss war mir dann klar:
das Abwasserrohr einer schäbigen Chemiefabrik (ca. Mitte des vorigen Jahrhunderts erbaut), welches illegalerweise direkt in mein Meer entleert wird.
Muss ich wohl mal wieder mit Flammenschwert für Ordnung sorgen im Königreich Basmati. Gut, dass ich so entspannt bin, sonst könnte ich cholerisch reagieren.

Kommentare:

  1. Liebe Cati Basmati,
    so da ich nun endlich auch einen blog habe,nun das outing als nicht mehr stiller leser sondern ...seit ewigkeiten lese ich hier mit und wenn s einem mal nich so gut geht kann ich nur empfehlen ein bis zwei kommentare bei dir mitzulesen und schwupp schon lacht die welt wieder. also so ne art ersatz think pink ist das hier. auf jeden fall wollte ich mal danke sagen und freu mich auf jeden kommentar...lg silvia

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  2. Hallo Silvia,
    also DAS liest man sehr gerne! Ich freu mich über jeden Leser, aber ein bisschen mehr freu ich mich über die "nicht mehr stillen" von ihnen. Und nun geh ich im weißen Cottage stöbern ;-)
    Tschüss
    Cati

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