17. Oktober 2011

Sonntagsüß

Man darf ja auch mal faul sein und die heimische Wirtschaft unterstützen, formerly known as auswärts Kuchen essen gehen.

Nachdem ich am Freitag gelernt hatte, dass bei warmem Wetter mehr Kinder geboren werden und dass mein Körper nach Jahren des Zuckertrainings hervorragend auf hochkalorische Zuckerlösungen reagiert, anstatt klein beizugeben und eine Schwangerschaftsdiabetes zu entwickeln, konnten der geek und ich am Sonntag ja gar nicht anders als durch den Sonnenschein spazieren und der Kaiserstadt ihr ältestes Kaffeehaus zu besuchen.

Festgestellt: früher, als es noch vom Printebaron geführt wurde, war alles besser.

Kann ich nicht erwarten, dass an einem absehbar sonnigen Sonntagnachmittag um 16 Uhr noch mehr als 4 Stücke Kuchen zur Auswahl stehen?
Ist die Zeit der Tischdecken vorbei?
Wer bitte braucht Messer und Gabel zum Fladen essen? (Immerhin waren diese in eine Serviette eingewickelt, das sollte ich der Fairness halber erwähnen.)
Zugegeben, das Haus an sich ist wirklich charmant. Es besteht eigentlich aus vier Häusern und wurde seit 1655 "zusammengeführt", so dass unzählige Treppchen und Flürchen mal hierhin und mal dorthin führen. Mir gelingt es nicht, einen Lageplan der Zimmer und Räumlichkeiten vor mein inneres Auge zu führen, aber das mag auch an Frauen und dem räumlichen Denken liegen. Aber Treppen abzusperren, bloß weil oben kein Platz mehr ist, hindert die das Oben verlassenden Gäste doch erheblich am besagten Verlassen. Und somit am Platz machen.
Der Kuchen schmeckte früher auch besser.

Und da man an der Theke beim Aussuchen so lange warten musste, bis die spanische Delegation sich überlegt hatte, welche Praline mit weißer Schokolade sie denn nun haben möchte, war man so ausgehungert als der Kuchen am eigenen Tisch ankam, dass unmöglich Zeit blieb, ein Foto vom Kirschfladen und der Krokant-Kirschtasche zu machen. Nur dass Ihr Bescheid wisst.

Fazit: andere Mütter haben auch schöne Söhne und die sind manchmal sogar begabte Konditoren in anderen Cafés. Ich hätte da direkt drei Ideen in fußläufig erreichbarer Distanz. So.

Kommentare:

  1. Liebe Cati,

    BITTE sei nicht undankbar wegen des nur mehr 4 Stueck Kuchen Angebotes, oder haettest Du lieber u/Situation hier: Kuchen duerfen (angeblich ! ) 3 Tage lang zum Verkauf angeboten werden!!!

    Weisst Du jetzt, warum's bei mir fast nur home-made gibt?!

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde (mit etwas Neid; auch wenn selbst gar kein Kuchen-Fan)

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  2. Schade ... im alten Laden war ich nie drin und Dein Bericht macht mir nicht unbedingt Mut den neuen laden auszuprobieren :-( Naja, vielleicht ja doch ... aber dann unter der Woche und bei Regenwetter? Damit wir nicht IMMER beim Mohren landen ;-D
    Liebe Grüße, Fredda

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  3. Also liebe Freddda, dann geht doch lieber zum Café Middelberg oder zu Starbucks (ja, Kette, aber deren Kuchen mag ich auch super gerne!) oder - dem baldigen Wohnort näher: dem Café in Rurberg an der Anlegestelle der Stella Maris. DAS lohnt sich!!

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