1. November 2011

Angeblich

wälze ich mich nachts wie ein gestrandeter Wal hin und her und halte den geek vom wohlverdienten Schlaf der Gerechten ab, da ihn seine Bettseite dann in wogenden Wellenbewegungen gen Himmel wirft.

Lüge.

Ab 3:15 Uhr liege ich ja jetzt schon gewohnheitsmäßig wach und harre der Dinge, die da kommen. Meistens dem Weckerklingeln um 6 Uhr, welches übrigens auch den wohlverdienten Schlaf der Gerechten auf der andere Bettseite stört, aber was kann ich dafür, wenn sein Weg zur Arbeit nur einen Bruchteil meines Weges dauert? Auf jeden Fall bin ich mir ziemlich sicher, dass ich mich weder unbändig hin und her werfe, noch dass ich dabei irgendwie Ähnlichkeiten mit einem gestrandeten Wal haben könnte.

Aber wegen Liebe und so hab ich dann neulich mal gedacht, dass ich ja zumindest im Selbstversuch herraus finden könnte, ob ich mich tatsächlich auf der Suche nach eigenem Schlaf beständig hin und her wälze. Weiß ja schließlich keiner im Vorhinein, wo sich der Schlaf versteckt hält.

Ich liege also starr wie ein Brett im Bett und starre so lange Löcher in die Luft, bis der Wecker sinnlos klingelt, denn alle die wach werden sollen, sind es ja schon. 45 Minuten später dann die liebevolle Frage, ob er denn heute besser geschlafen habe, ich habe mich nämlich gar nicht gewälzt.

"Ne, das stimmt. Aber geschnauft."

Nun gut, ich gab auf und befand die Situation für nicht rettungsfähig.


Woraufhin der Ikeabesuch neben dem aus schlechtem Gewissen ins Körbchen geworfenen Kaninchen im Hut Spielührchen für Wulfhild auch zwei schmale Lattenroste für die Tummelwiese bescherte. Und siehe da: ein Ende mit den wogenden Wellen. Unglaublich, was es ausmacht, wenn sich unter einem nicht mehr 140 cm breite Latten befinden, sondern zweimal 70 cm.

Mein Plan C (Plan B war der mit dem Schnaufen) steht aber angeblich schon und wurde angeblich auch schon erfolgreich in die Tat umgesetzt. Zum Schlafen auf der Seite wandert die Hand meines oben liegenden Armes unter mein Kopfkissen. Wenn er schon schläft, wandert sie versehentlich unter seins. Und wenn frau dann sanft die Finger auf und ab bewegt, ist es wie beim Ziehen von Fingernägeln über Schultafeln. Naja fast. Hauptsache es hält vom Schlafen ab.

Frau tut was frau kann.

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