14. November 2011

How to sell your stuff online

Da Wulfhild ohnehin nie Taschengeld bekommen wird - selber schuld, hört auf nichts und niemanden und will immer mit dem Kopf durch die Wand - sehen wir auch nicht ein, dass da der Gebrauchtwarenmarkt ignoriert und alles in neu angeschafft werden müsste.

Also: Kleinanzeigen. Gerne bei Ebay, wegen der Bilder und weil ohne Internet alles grau und langweilig ist.

Und nach nur ganz wenigen Ausflügen in die Niederungen der deutschen Reseller-Behausungen habe ich bereits folgende Tipps für alle Verkäufer:
  1. Direkt nach dem Kauf von Dingen, die man irgendwann wieder verkaufen möchte, entweder ein bereits existierendes Bild aus dem Internet speichern oder ein eigenes machen und sicher verwahren.
  2. Wahlweise das alte Bild nutzen oder eine Anzeige mit ohne Bild aufgeben. Am besten nur im Herbst/Winter, das erleichtert die Punkte 4 und 5.
  3. Nachfragen zum Zustand des Dings nur vage beantworten. Bei mehreren Fragen nur die leichten beantworten und die Antworten weglassen, die ggf. den Kauf verhindern würden.
  4. Termine mit potentiellen Käufern generell nur in ein Zeitfenster nach Sonnenuntergang platzieren. Dann ist das Licht besser. Wer vorher rausfinden kann, wann die potentiellen Käufer dringende Termine haben: um so besser. Zeitfenster dann nach Sonnenuntergang und kurz vor den dringenden Termin legen.
  5. Kommt ein potentieller Käufer zu Besuch, alle Glühbirnen durch maximal 20-Watt-Schummerbirnen ersetzen. Das schafft eine vertrauenserweckende Gemütlichkeit.
  6. Ein bisschen kränklich wirken, das erweckt Mitleid.
  7. Kooperation vortäuschen, was den Preis angeht. Lieber erst ein unnützes Teil mit anbieten, welches dann weggelassen werden kann, so dass der eigentlich angestrebte Preis erzielt wird.
  8. Dinge niemals vorher putzen. Wer etwas gebraucht kauft weiß, dass nicht alles Gold ist was glänzt und fühlt sich sicher nur hinters Licht geführt, wenn alles tippitoppi scheint.
  9. Im 5. Stock ohne Aufzug wohnen. Dann überlegt der potentielle Käufer zweimal, ob er den Weg umsonst erklommen haben will.
Ich könnte Euch noch ewig weiter vorbereiten auf eine Karriere als Topseller, aber ein bisschen nachdenken müsst Ihr schon auch selber. Hat sonst noch jemand ad hoc Tipps für die Ebay-Kleinanzeigler von morgen?

Kommentare:

  1. Ooooch, ich hätte ein paar Tipps für Käufer. :-)
    1. Du musst IMMER meckern, egal WIE billig das Teil war, egal was es eigentlich wert gewesen wäre.
    2. Verlange als Dreingabe ein weiteres Teil, kostenlos dazu, vielleicht klappt das ja.
    3. Sei extrem pampig, das schüchtert den Verkäufer ein.
    4. Schreibe laaaaaaange Beschwerde Mails, vielleicht erreicht man ja durch Zermürbung einen weiteren Preisnachlass.

    *lach* Neee, im Ernst, ich habe sowohl als Käufer, als auch als Verkäufer derart nervtötende Erfahrungen gesammelt, dass ich an diese Plattform schon vor Jahren einen Haken gemacht habe.

    Das beste Foto ever: ein Pullover über einen runden Hocke gelegt. Man sah einen runden Teil des Pullis, schätzungsweise vom Rücken oder Bauch??? Länge, Ärmel, Form, Halsausschnitt, Bündchen... nicht zu erkennen. Klar, dass auch die Beleuchtung so gehalten war, dass man unmöglich eine Farbe ausmachen konnte. ;-)

    Liebe Grüße, Smila

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  2. Ganz besonders gerne habe ich, wenn bei Möbelstücken, die ganz augenscheinlich aus den 50er Jahren des vorigen Jahrhunderts stammen dabei steht: Art Deco? Jugendstil? Barock? oder bei Kleidungsstücken, die aus der vorvorvorletzten Saison von Hansi und Mausi stammen *RAR* .... aaaargh, natürlich gibts den ollen Kram nicht mehr im Laden.

    Christel

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