21. November 2011

Wir bekommen einen Zwergenkrieger

Der geek und ich frönen manchmal einer für mich immer noch recht seltsamen Passion, welcher er als geek natürlich schon in die Wiege gelegt bekam und besonders als Student auslebte wie nur was. Dann betrat er die Realität und vorbei war's mit dem Rollenspiel. Irgendwann gab ich dem Gejammer aber nach, denn probieren geht über studieren und man muss den Feind kennen, wenn man über ihn lachen will. Und inzwischen muss ich doch zugeben, dass ich unsere Dummschwätzrunde Spielrunde sehr unterhaltsam finde. Dungeons und Dragqueens für alle und wenn ich dann noch eine professionelle Langschwertschwingerin im Elfengewand sein kann: um so besser.

Dumm nur, dass der geek der Spielleiter ist und somit ungehemmt sein evil laughter einsetzen kann.

Wie dem auch sei, seitdem trifft man uns am Wochenende nicht nur häufig in unserem Lieblingsspieleladen auf dem Markt der Kaiserstadt, sondern dort auch ganz hinten, bei den komischen Menschen, denen man soziale Kompetenz löffelweise einflößen möchte, um zu retten, was noch zu retten ist.

So auch letzten Samstag. Der geek war auf der Suche nach neuen Fantasyromanen, die geekin lungerte so herum und beschloss dann, sich die Spielfiguren näher zu betrachten, denn manchmal wäre ich schon gerne mehr als ein rotes Mensch-ärgere-Dich-nicht-Männchen. Sinnierend die Optionen in Augenschein nehmend schrecke ich aus meinen Gedanken auf, als der Spieleberater des Vertrauens fragt:

"Na, und ihr bekommt also Familienzuwachs?"

Ich bin ein bisschen perplex und starre auf die Packung Zwergenkrieger, die ich gerade als potentielles Weihnachtsgeschenk für Teile der Spielrunde in Betracht ziehe. Mir erschließt sich die Frage nicht.

Weiterhin perplex starre ich den geek an, der ebenso perplex zurückstarrt.

Auf der Suche nach weniger Perplexität starre ich erst wieder auf die Packung Spielfiguren, den Zusammenhang suchend, und dann auf den Frager. Der jetzt doch ein wenig Irritation zeigt und deutlich meinen Bauch in Augenschein nehmend mutmaßt, dass die kritischen ersten drei Monate wohl doch schon vorbei wären.

Ach das meint er, nicht die Spielfiguren.

Manchmal fällt der Groschen pfennigweise, auch in Zeiten der Eurokrise.

Kommentare:

  1. Hihi ... und: So kann man sich täuschen ... eine Rollenspielerin hatte ich in Dir jetzt nicht vermutet ... find ich lustig ... ich mache sowas auch mit erschreckender Regelmäßigkeit ;-)
    Liebe Grüße, Fredda

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  2. Der geek scheint langsam aber sich abzufärben...

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