21. März 2012

Freunde für's Leben

Wenn man in der Kaiserstadt einem GelberSackNotstand entgegenschlittert, dann geht man zum Bäcker. Dort gibt's dann gelbe Säcke und ein Sahneschnittchen zur Beruhigung und alles ist gut. Es kann aber auch passieren, dass ein eher unterhygienischer Mensch den Laden betritt, die Arme ausbreitet und allen einen wunderschönen Tag und ein gesundes Leben wünscht, auf dem Absatz kehrt macht und weiterzieht. Dann bleibt ein wenig Verwunderung zurück und man überlegt, zur Sicherheit noch ein Teilchen mitzunehmen, ich empfehle dann Rosinenschnecken.

Soviel dazu.

Eigentlich wollte ich erzählen, dass das Mutterdasein einem völlig neue Entscheidungen abverlangt. Ähnlich wie nach einer Trennung werden nämlich Freund- und Bekanntschaften völlig neu evaluiert.

Fazit:

Die Pateneltern in spe dürfen im innersten Kreis des Vertrauens bleiben und sind jederzeit herzlich willkommen, denn beim letzten Besuch schlief Wulfhild schließlich sensationelle 8 Stunden am Stück. Cati Basmati nicht, die musste ja erst bis um 2 Uhr morgens mit den Großstadtbewohnern schnacken und dann nach dem Stillen um 7 Uhr Gedanken hin und her wälzen.

Onkel Klitzi hingegen muss sich nochmal inklusive Gattin beweisen, denn bei seiner Übernachtung ohne bessere Hälfte schlief das Kindelein so schlecht wie schon lange nicht mehr, so dass ich alle zwei Stunden von der Schlafcouch rollen und ins Kinderzimmer trotten musste, um zu trösten und zu beruhigen. Entsprechend gerädert und um die Augen herum schattig habe ich trotzdem liebevoll ein Frühstück mit Ei für den Herrn gezaubert, denn wenn einer die Trillionen Kilometer zwischen hier und Berlin auf sich nimmt, um an einem schnöden Dienstag auf dem Weg ins niederländische Nachbarland einen Zwischenstop mit Duziduzi einzulegen, dann hat er sich das verdient. Ich bin die Lieblingsschwester.

Aber wie gesagt, er ist auf Bewährung. Und muss Ostern erstmal bei LaMama und Vati Basmati übernachten.

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