30. April 2012

Kettensägenmassaker

Dies ist eine Ansammlung von Wörtern, die ganz ohne das Wort "Elfe" auskommt. Also kann jeder beruhigt weiterlesen.

Als letzte Woche auf unserem Dachboden ein Ingenieur Arbeiten abnehmen kam, sah ich mich mit einer Blutlache konfrontiert.

Ihr könnt Euch vorstellen, dass es mich daher kurz ein wenig innehalten und im Geiste den Erste Hilfe Schrank Revue passieren ließ, als letzte Woche plötzlich ein gleißendes Licht die Wohnung erhellte.

Nein, halt, erst hörte ich im Wohnzimmer eine Kettensäge. In greifbarer Nähe, was bei einer Anzahl von Stockwerken gleich 3 doch Irritation auslöst. Der Urheber dieser Lärmverwirrung war schnell gefunden: im Schlafzimmer Nordflügel waren die Fenster Flügeltüren in die Hinterhöfe Ländereien zum Lüften geöffnet. Sperrangelweit. Normalerweise tummeln sich dort ein Specht und vielerlei andere Vögel, was unseren Sittich übrigens regelmäßig in den Wahnsinn treibt, da er dann beweisen muss, dass er lauter und länger kann als alle anderen. Kann er zum Glück nicht. Normalerweise steht dort recht nah am Haus eine riesengroße Tanne. Normalerweise peitscht diese Tanne mit ihren Ästen gegen unser Dach, unsere Wand, unsere Regenrinne. Normalerweise schluckt diese Tanne ganz schön viel Licht. Und das auf der Nordseite.

Zurück zu dem gleißenden Licht. Kurz vor dem Schlafzimmer blendete mich dieses und ich musste der Nase dem Geräusch folgen. Was nicht weiter schwierig war, da es immer lauter wurde. Schon mal direkt neben einer Kettensäge gestanden und gepflegte Konversation geführt? Richtig, geht nicht. Zu laut.

Ein Kettensägenmassaker fand vor unserem Schlafzimmerfenster statt. Ich erinnere: dritter Stock. Im Baum, dem fiesen Tännchen, ein durchaus hübsch anzuschauender Waldschrat jüngeren Jahrgangs, der in einem Wahnsinnstempo Grün schredderte. Mit einer handlichen Kettensäge. Und wer schon mal ein Kettensägenopfer verarztet hat, der weiß warum ich kurz Revue passieren lassen musste. Wäre aber alles da gewesen für die Rettung bis ein richtiger McDreamy auftauchte. Jlück jehät, Jung.

Das ging hier dann zwar nicht von 0 auf 100 in 17 Sekunden, aber von mit Tanne auf ohne Tanne in unter einer Stunde. Ich bin begeistert. Licht. Natürliches Licht. In unserem Schlafzimmer. Sonnendurchflutet ist gar kein Ausdruck.

Da das Glas aber auch nicht immer halbvoll sein kann, rege ich mich schon mal darüber auf, dass dann wohl bald die Sanierung des Hauses beginnt, sprich der Gerüstaufbau, gefolgt von Isolierungsarbeiten an der Fassade. Was sicher mit Samthandschuhen und geräuschlos ausgeführt werden wird. Ab frühestens mittlerer Vormittag. Für maximal zwei Tage. Jippieh.

Kommentare:

  1. OT

    Wulfhilde schreibt formildable Post : )
    s Faultier dank sehr und ist von der .de Post hin und weg. Die Schnelligkeit, die Schnelligkeit!

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  2. ohmegosh das Kettensaegenopfer betreffend!
    Ich fuercht' die Apparate ja ganz unheimlich - auch wenn's auf u/Grundstueck ohne 2 von denen ueberhaupt nicht geht!

    Kommt drauf an, WAS kurz vom vorm Absaegen betroffen war - emmpfehle aber Geschirrtuch und Plastiktuete drauf ( bzw. Pfote dort hinein) als 'Heftpflaster!
    ... und hinterher einen Schnapps fuer mich, bitte! (wann immer das Hinterher erlaubt ist!)

    Ansonsten kann ich mir den Wegfall der seeehr, aeh, blickdichten Gardine in gruen gut als neues Erlebnis an Wohnqualitaet vorstellen!

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde und Kopf hoch mit der Fortsetzung 'der Wohnqualitaets-Hebung'.

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