12. Juni 2012

12 von 12 Juni 2012

Dieser zwölfte fängt ähnlich an wie der im Mai, nur dass gar kein Tirilieren und Trällern zu hören war. Stattdessen hab ich mal alle mir bekannten Kraftausdrücke wie ein Mantra vor mich hergesungen, denn nachdem Wulfhild am Sonntag zwei Stunden mit ihrer dem Nachtschlaf so gar nicht zugetanen Cousine verbracht hatte, ist ihr mein Nachtschlaf nichts mehr wert. Lieber ruft sie sich jemanden zum Spielen herbei. Zwar nicht mehr stündlich, wie in der ersten Nacht, aber ausgeschlafenen Muttis sehen anders aus als C. Basmati heute morgen.


Und weil das zweite Bild im Mai auch ein Kaffeebild war, setzt sich die Wiederholungstradition vom ersten Bild fort. Denn wieder: Hallo Kaffeemaschine, mein Freund, wie geht es Dir heute morgen?


Heute ist übrigens Abpumptag. Schließlich will die Mutti am Samstag dem Geschehen in der Kaiserstadt gen Millionenstadt am Rhein entfliehen. Und kleine Babies sollen ja noch keine Diät halten.


Zum Frühstück probierte ich die Kaktusmarmelade, die uns neulich aus dem Urlaub mitgebracht worden war. Wie soll ich das jetzt sagen? Man wirft Amerikanern gerne vor, dass alles zu süß sei, was sie fabrizieren. Aber: Spanier stehen dem in nichts nach.


Dann gab es Frühstück für Wulfhild. Das fand sie gut.


Als Wulfhild ihren Vormittagsschlaf hielt, fröhnte ich der Hausarbeit. Das wollte ich ja eigentlich schon gestern gemacht haben. Also eigentlich vorgestern. Beziehungsweise am Tag davor. Aber die sind immer so schnell um, diese Tage. Zur Motivation gab es was auf die Ohren. Denn mit dem Herrn Kaminer putzt es sich gleich nochmal so gut.


Ende gut alles gut. Zum Tee kam Charles vorbei, der alte Haudegen.


Mein Nussplibrot hab ich trotzdem nicht mit ihm geteilt. Vielmehr hab ich ihn ignoriert, weil ich gerade eine so spannende Fantasybuchserie lese.


Als Wulfhild und ich so auf ihrer Krabbeldecke herumtollten, klingelte der Postbote und brachte ein Paketchen. Ich muss dringend eine Internetsperre am Rechner aktivieren und ihr das Smartphone wegnehmen. Sie bestellt einfach zuviel online.


Als Wulfhild Mittagsschlaf hielt - ja, sie schläft viel, eine dankbare Mutti ich bin - wurden im Schweiße meines Angesichts Visitenkarten für Samstag erstellt. Handgeschrieben, meine Damen und Herren, bitte Anerkennung und Ah und Oh.


Dann wollten wir eine Einkaufsrunde drehen und ich habe lange mit mir gerungen, ob ich die Rabatt-Coupons verfallen lassen soll. Wulfhild wird noch voll gestillt und bis zur Beikosteinführung gibt es sicher neue Coupons, aber Coupons verfallen zu lassen ist für mich so ähnlich wie Geld verschenken. Oder sich damit eine Zigarre anzuzünden. Deswegen lass ich das Geld, das ich zuviel habe, auch lieber an öffentlichen Plätzen auf Sitzbänken liegen. Da ist es Fremden nicht so peinlich, es mitzunehmen.

Jetzt haben wir uns aber eine Stärkung verdient. Es gibt den Pimpinellschen Tomatensalat, allerdings ohne Frühlingszwiebeln, weil ich keine mehr hab. Und außerdem heißt er im Original Sonnis Tomatensalat mit Chorizo. Auch gut, Hauptsache es schmeckt.


Keine Fotos gibt es vom alkoholfreien Sekt zum Dr.-House-Marathon, vom Runterladen der Photoshop-CS6-Testversion und vom nächsten Rockzuschnitt. Das passiert nämlich alles erst noch.

Interesse an noch mehr 12? Dann hier entlang.

Kommentare:

  1. Ich finde es gut, dass es so viel Essen bei dir gibt. Das macht Mut für andere so nahrungsaufnahmefixierte Menschen wie mich!

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  2. Ein *Ahhh* und ein *Ohhhh* für die Visitenkarten - sehr schön! :)

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  3. Du gefällst mir immer besser!
    Mein Frollein schläft auch so oft, auch mein Haushalt muss manchmal mehrere Tage ohne mich auskommen (naja, ich bin schon da, aber eben...), abgepumpt hab ich auch lange...

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