26. Juni 2012

Dinkelbuttermilchbrötchen

Manchmal koch und back ich ja ganz gerne. Und weil ich gestern überlegt hatte, dass ich mal einen Brioche (oder eine Brioche? Der die das? Dem sein Brioche?) backen könnte, dann aber feststellte, dass Hefeteig ja auch schon mal gute 24 Stunden braucht, war heute morgen nix Frischgebackenes da. Welch Unglück.

In solchen Situationen wirft eine Basmati aber nicht die Flinte ins Korn, sondern das Korn in die Schüssel, um mal in Bildern zu sprechen. Und so beschloss ich, den im Hause Basmati beliebten Buttermilk Biscuits der Pioneer Woman einen Neueltern-Twist zu geben. Und benutzte Dinkelmehl. Ich bin so mütterlich.

Und siehe da: schmeckt noch leckererererer als sowieso schon sonst. Und die Brötchen sehen irgendwie auch hübscher aus, da das Dinkelmehl den Teig ein wenig sepia-marmorierter aussehen lässt. Wenn man beige und beige marmoriert nennen möchte.


Da ich diese Woche wieder wochentagsalleinerziehend bin, während der geek irgendwo ein Hotelfrühstück mit geschnippeltem Obstsalat und fertigem Kaffee genießt, konnte ich so viele Brötchen essen, wie ich wollte. Die restlichen gibt es morgen. Wenn sie es bis dahin schaffen.


Ich bin ein großer Quarkfan, und wenn dann noch Marmelade oben drauf ist: perfekt. Diese Brötchen gibt es jetzt nicht mehr mit schnödem Weizenmehl.




Das Rezept verrate ich auch noch, da ich das ursprüngliche ein wenig variiert habe:

Ofen auf 175°C vorwärmen.
2 Kaffeetassen Dinkelvollkornmehl mit einer sehr guten Prise Salz, 1 Tl Natron und 1 Tl Backpulver mischen. Dazu kommen 75 g kalte Butter, aber wenn es versehentlich 100 g werden finde ich das nicht schlimm. The more, the merrier, sozusagen und Hauptsache kalt. Diese Mischung wird dann in der von mir patentierten Art und Weise verarbeitet: Butter in kleinen Stückchen in das Mehl geben und mit geballter Faust nach unten drehend mischen. Ziel des Spiels ist das Verteilen der Butter im Mehl, was sich im ersten Moment als leichter herausstellt, als es scheint. Man kann auch einen Pastry Blender nehmen oder zwei Messer, was ich nicht habe bzw. mir nie so gut gelingen will. Messer hab ich natürlich, aber keine Pastry Blender. Ergo: ich brauche eine Küchenmaschine. Was benutzt Ihr denn so und könnt mir für meinen Wunschzettel empfehlen?

Hat man ausreichend schnell gearbeitet, dann hat man nun die Butter mehr oder weniger gut verteilt, ohne sie allzu warm zu machen. Das ist wichtig, weil die kalte Butter im Backofen den nötigen Dampf entstehen lässt, der dafür sorgt dass die Brötchen ein bissken aufgehen. Hab ich - neben einigen anderen Biscuit-Tipps - bei Sugar & Spice gelesen.

Dazu kommt dann noch 1 Kaffeetasse Buttermilch. Oder ein bisschen mehr, weil ich Buttermilch so gern mag. Den Rest gibt es gemixt mit Orangensaft, das schmeckt perfekt zu heißen Brötchen. Außer man stillt eine Wulfhild, dann hält man sich beim Orangensaft zurück. Sicherheit statt Angst.

Ich mixe den Teig dann nur leicht mit einer Gabel zusammen und rolle ihn auch nicht aus. Dann muss man nämlich nur mehr saubermachen. Ohne Ausrollen erspart man sich auch das Ausschneiden mit einem Ausstecher oder einem Glas, was wieder weniger Spül bedeutet. Also wird lediglich in der Schüssel eine Kugel geknetet, diese zu einer dicken Wurst geformt, um sie dann zu dritteln. Und weil das so gut geklappt hat, machen wir das mit jedem Drittel nochmal. Das gibt dann 9 Stück, richtig? Die passen hervorragend auf ein Backblech und beim gerechten Teilen zwischen zwei Personen bekommt Ihr eins mehr, Ihr hattet schließlich die Arbeit. Das Abschmecken der Brötchenbäcker, sozusagen.

10 Minuten später: fertig. Kann auch schon früher sein, je nach Ofen. Die Stäbchenprobe lügt ja nicht.

Und siehe da: schmeckt auch mit Kaffee. Ich serviere Buttermilchbrötchen auch gerne zum Nachmittagskaffee, dann backe ich aber kleinere Brötchen - har har - und schneide sie nicht auf. Tunken in Vanillejoghurt oder clotted cream reicht.


Genießt den Tag, es lohnt sich!

Kommentare:

  1. Hmmm...mjam mjam....
    Das kommt gleich in die die neue schicke Rezeptebox :) ich liebe Dinkel!
    Wir haben am Wochenende übriggebliebenen Stockbrotteig zu leckeren Brötchen verarbeitet. Passte gut, der hatte es sich ja schon am Lagerfeuer gemütlich gemacht und war prima aufgegangen...
    Zur Küchenmaschine: Schwanke zwichen Kitchenaid (diese Farben...!Hach...) oder Kenwood KM 010 Titanium Chef, Preislich leider beide gleich. Irgendwann werde ich beide mal ausprobieren und mir eine leisten... irgendwan...

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    1. Ja, würde die Farbe entscheiden, wäre es schon länger eine Kitchenaid. Aber da das liebe Geld entscheidet.... ist es bisher keine ;-)

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  2. Der Nudelsalat war prima. Ich habe am nächsten Tag noch mit mehr Käse und Erbsen verlängert und war froh, nicht schon wieder kochen zu müssen. Für meinen Geschmack hätte es noch ein bißchen mehr Gemüse drin sein könne, aber das steht mir ja beim nächsten Mal frei, das reinzuschmeißen, was der Kühlschrank hergibt. Aber Nudeln mit Schafskäse, Aprikosen und Pinienkernen- toll!

    Deswegen werden auch gleich die Brötchen gepinnt. Ich liebe ja frische Sonntagsbrötchen, kann es aber nicht leiden, wenn man am Tag vorher dran denken muß.

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  3. Ich kann die doch sicherlich auch mit "normalem" Weizenmehl machen, oder?

    Die klingen nämlich super lecker :-)

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    1. Kannst Du! Das Originalrezept sieht auch normales Weizenmehl vor ;-)

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