25. Juli 2012

Sommerurlaub ohne Sonne Teil 1: Möhnesee

Also, wie soll ich sagen? Nachdem uns 2009 Kyrill daran hindern wollte, einen schönen Wanderurlaub am Sorpesee zu verbringen und kläglich gescheitert war, kam uns dieses Jahr im Sauerland zwar kein Orkan in die Quere, dafür aber Regen. Und noch mehr Regen. Und Regen. Mit Gewitter. Dazwischen Regen. Hmpf.

Wir haben unsere erste Ferienwoche also am Möhnesee verbracht. Gewohnt haben wir in Deleke, was strategisch an einer der beiden Brücken ans Südufer gelegen ist. Körbecke hat zwar ein gewisses Mehr an Ort und Einkaufsmöglichkeiten, liegt aber an einer Fußgängerbrücke, so dass nach rechts rum und links rum für jede Autotour in den Süden immer erst wieder rechts oder links rum gefahren werden muss. Was eigentlich auch egal war, weil wir sowieso immer erstmal im Regen unterwegs waren.

Am zweiten Tag fiel uns abends auf, dass ab 17 Uhr die schwere Regen- und Gewitterstürme von Sonnenschein abgelöst wurden. Lösung des Nasse-Klamotten-Problems erkannt. Daher gibt es von den folgenden zwei Tagen - also die bevor uns das Wetter auf die Schliche kam und gar keine Sonne mehr machte - auch ein paar Fotos mit ohne Tropfen.

Um den Möhnesee herum wächst außerordentlich viel Fingerhut. Fingerhüte sozusagen. Manche mit rotem Käfer drauf. Ich liebe Fingerhüte, aber wenn ich nochmal diesen Wind zwischen die Finger kriege - bildlich gesprochen - der die hin und her warf, dann werf ich den mal hin und. Wie soll man denn da ordentlich scharfe Bilder machen? Mit Makroobjektiv und rotem Käfer?


Desweiteren gibt es neben viel Wasser auch viele Wasservögel, aber immer nur an Tagen, an denen das Teleobjektiv zuhause geblieben war. Da in der Mitte, der schwarze Fleck, das ist ein Vogel. Mehr Zoom ging nicht. Immerhin blieb der trotz Wind ruhig sitzen, bis ich fertig war.


Hatte ich den Fingerhut erwähnt. Will sagen, die Fingerhüte? Das Bild wirkt ein bisschen wie gestellt, inklusive Hintergrundpappe in hellgrau, aber das ist der Himmel. Der an dem Tag mit Sonne. Jaja.


Es gab sogar ganze Inseln damit. Mit Fingerhüten.


Hier nochmal von um die Ecke. Immerhin erkennt man die Sonne.


Besonders erfolgreich war der GeoCaching-Teil des Urlaubs. Dank ausfuchster Routenplanung hat Wulfhild die meisten Caches gefunden und wir waren mit den von ihr ausbaldowerten Routen sehr zufrieden. Großes Abenteuerplus für den Möhnesee. Kleines Minus für die Datenverbindung. Man hatte zwar eine, aber das war wie damals, als man noch mit Modem ins Internet ging. Oder wie Telefon mit Schnur. Oder diese Feldtelefone aus Kriegsfilmen, die ein armer Namenloser immer hinter dem Typ mit Plan hertragen muss. Irgendwie nicht so up to date und bis man da mal eine Beschreibung runtergeladen hatte war dann auch schon der nächste Tag. Wahrscheinlich war das schlechte Wetter also eigentlich eine gute Tat der Wetterfee, die uns somit ermöglichte, ausreichend Zeit mit der Vorbereitung zu verbringen und dabei lecker Tee im Warmen und mit Kuchen zu genießen. Danke, Wetterfee, ich hab das zu spät erkannt.


Wieder um eine Ecke, wieder diese Fingerhutinsel. Sie liegt sehr malerisch am östlichen Zipfel des Möhnesees, direkt vor der Kanzelbrücke. Die heißt so, weil die Brückenpfeiler oben auf der Brücke zu halbrunden Ausgucken ausgebaut sind, die ein bisschen an Kanzeln erinnern. Da hat man dann eine gute Bühne für eine ausgefeilte Fingerhutpredigt. Fingerhüte, um genau zu sein.


Wo wir gerade beim Thema sind.


Und eine Staumauer, weil ist ja ein Stausee.


Wenn man bedenkt, dass nur 90 Minuten von der Kaiserstadt entfernt ein GeoCache-, Fotografier-, Böötchenfahr- und Tortenparadies liegt wundert es, dass wir nicht öfter hier sind. Das werden wir ändern.

Bleiben Sie dran und genießen Sie alsbald den Sommerurlaub ohne Sonne Teil 2: Nordsee!

1 Kommentar:

  1. Danke für dei Glückwünsche! Wie gesagt, bald wird renoviert und dann wird alles ... gut ... besser ... wer weiß? Hatte ich eigentlich schon zum Nachwuchs gratuliert? Glückwunsch!!! Liebe Grüße!

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