28. August 2012

Kontextvertauscht

Handykameras wurden ganz bestimmt von Menschen erfunden, die zwar eine Spiegelreflex haben, aber genau wie ich immer telefonieren sagen, wenn sie fotografieren meinen und umgekehrt. Was dann ja egal ist, wenn man sein Handy in der Hand hat. Dann versteht man trotzdem, was ich sagen will. Hoffe ich.

Abrupter Themenwechsel um den Sinn der Überschrift in Frage zu stellen.

Gestern sprang ich jauchzend in die Luft, weil es bei klimperklein einen Knotenmützenschnitt für umme gibt. Ich mag für umme, weil ich dann gleich runterladen und loslegen kann. Wenn ich also, sagen wir mal, nach einem Wutanfall nicht mehr besonders konzentriert arbeite und anstatt des Kindershirtschnitts in Größe 74 den in 62 ausschneide. Ohne Nahtzugabe. Denn der in 74 hat die schon angezeichnet, der in 62 nicht. Und 62 passt ja auch sowieso nicht mehr. Oha, der Reststoff reicht nicht mehr für ein Oberteil. Oder eine Hose. Vielleicht für ein Zwergkaninchen, aber ich hab ja gar keins.

Just in diesem Moment kommt also der Knotenmützenschnitt daher. Ich bin erregt. Denn Wulfhild hat eine Knotenmütze und wenn sie die trägt, dann liebt ihr Vater sie gleich noch mehr. Also fast so viel wie in dem Moment, als sie ihr erstes Buch aus dem Regal zog und es das Taschenbuch der Mathematik war. Wulfhild knows how to wickel the geek around the finger.

Nun ist es aber so, dass der Computer neulich beleidigt war, weil keiner mit ihm spielen wollte. Also wollte schon, es haperte eher am konnte, weil er im Kinderzimmer steht und da ab und an das Kind schläft. Also ist er, beleidigte Leberwurst, ins Schlafzimmer ausgewandert. Volle Romantik.

Im Schlafzimmer ist er aber wenigstens wieder glücklich, wenn auch einsam. Denn für Drucker, Scanner, Lautsprecher und ähnlichen Schnick und Schnack ist erstmal kein Platz, denn überraschenderweise befinden sich im Kleiderschrank neben dem Computerklapptisch ja Kleider. Meine Kleider. Nein, geek, die können da nicht weg. Die benutze ich, deswegen sind sie ja überhaupt da. Toller Ideen hat der Mann. Immer.

Ab und an habe ich aber auch tolle Ideen. Das dauert halt nur, bis dahin stehen eben schon mal ein paar Schuhe oder Ikeakissen die als Füllmaterialbehälter dienen werden oder Nähmaschinen oder zu kleine Leihkinderklamotten im Weg.

Gestern hatte ich also die tolle Idee, dass der Drucker schon mal auf den Fußboden vor meinen Kleiderschrank umziehen könnte. Dann gehen zwar die Schubladen nicht auf, aber das tangiert hauptsächlich die Sportklamottenschublade, da bin ich nicht direkt ganz böse drum. So ja nun im Arbeitszimmerschrank ein Fach frei ist, können drei bis acht Stoffe - oder hundert - aus der Kommode im Schlafzimmer in das freie Fach im Kinderzimmer formerly known as Arbeitszimmer umziehen. Nun da in der Kommodenschublade ein wenig Platz geschaffen wurde, können einige Pullover aus dem unteren ich überlege noch wann ich die mal anziehe Fach in die Kommodenschublade umziehen, in dem sich vorher die Stoffe befanden. Und schon ist Platz in meinem Schrank. Und wenn ich das richtig abgeschätzt habe, passen mehr Stoffe in das Arbeitszimmerschrankfach als in die Kommodenschublade.

Da der Deal wie folgt lautet: "Solange die Schublade zu geht, darf ich Stoffe kaufen." und das dann übersetzt wird in: "Geht die Tür zu, darf ich Stoffe kaufen." steht einem Stoffmarktbesuch nichts im Wege. Auußer der gähnenden Leere im Portemonaie.

Aber ich muss doch Knotenmützen nähen...

Zurück zur Druckergeschichte.

Da dieser kolossale Umzug noch nicht geschehen ist, gibt es also nun keinen Drucker am Computer, der das Schnittmuster ausdrucken könnte. Aber ich hatte da diesen allerliebsten Stoffrest, der unbedingt eine Mütze werden wollte. Und dieser Rest jammerte lauter als Wulfhild und der Vogel zusammen, das ging so nicht.

Also hab ich das pdf aufgerufen und die Größe des Fensters so eingestellt, dass das Kontrollkästchen genau die richtige Größe hatte. Und dann hab ich per Geodreieck und Bleistift in HB den Schnitt abgemessen und auf ein jungfräulich weißes Papier gemalt. Das nenne ich mal crafty, meine Damen und Herren.


Und nun gibt es neue Mützen. Der Herbst ist da kann kommen.


Kommentare:

  1. Hihi, ich verlor zwischenzeitlich kurz den Überblick, versuchte ich mich doch an sämtliche genannte Möbelstücke zu entsinnen (keine Chance). Aber: die Mützen sind Zucker!

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  2. Ach ja, wollen wir uns vor Bremen noch treffen? Und fiel der geek in Ohnmacht ob des Geschirrs?
    Beste Grüße!

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  3. Ich war auch kurz verwirrt ob der Stoff-Schrank-Theorie, aber die Mützen sind schön geworden!

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  4. Süüüüß! *quitsch* Und das nenne ich mal Einsatz! Sich noch nicht einmal davon abhalten lassen, dass der Drucker seinen Umzug nicht alleine organisiert - Respekt Frau Basmati, Respekt.

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  5. Oh wie süß!!

    s Faultier

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