15. August 2012

Noch ein Gläschen Rum gefällig?

Frau Basmati gefiel die Idee, nach einem langen warmen Tag im kühlen dunklen Popcornhimmel zu verweilen. Und so kaufte sie Kinokarten für Anfüte und sich. Die Damen hatten sich kurzentschlossen zu einem Gläschen Rum auf der Leinwand hinreißen lassen, denn Johnny Depp ist immer eine gute Idee. The Rum Diary also.

Die Inhaltsangabe klau ich mal bei Filmstarts.de:
Journalist Paul Kemp (ähnlich wie Raoul Duke in "Fear And Loathing in Las Vegas" ein Alter Ego von Thompson, gespielt von Johnny Depp) schlägt sich mit Jobs, die nie länger als ein paar Monate dauern, durch die Welt. Im Jahr 1959 kommt Paul nach San Juan, Puerto Rico, wo er ein gutbezahltes Angebot annimmt, die mäßige Gazette 'The San Juan Star' aufzuwerten. Doch schnell wird deutlich, dass die Arbeit nur der Teil seines Lebens "von Mittag bis acht" ist, denn der Lebemann verfällt schnell dem Müßiggang und verliebt sich außerdem in die bezauberne Chenault (Amber Heard). Diese ist jedoch Geliebte des Baulöwen Sanderson (Aaron Eckhart), der Kemp für seine Zwecke einspannen will. Dieser steht nun vor der Wahl, den mächtigen Unternehmer zu unterstützen oder mittels investigativen Journalismus dessen betrügerische Baumaßnahmen aufzudecken
Nun gut, dann mal los.

Das als Vorlage genutzte Buch von Hunter S. Thompson kannte ich nicht, aber das scheint mir auch nicht schlimm zu sein.

Der Film ist äußerst betrunken. Nicht nur die Charakter auf der Leinwand, sondern auch deren Wesen. Äußerst skuril. Und die Kameraführung. Und das Geschehen an sich. Hinterher hat man das Gefühl, selber ordentlich einen sitzen zu haben und genau so von Situation zu Situation zu stolpern, wie einem hübschen Zug um die Häuser. Damals, bevor Wulfhild geboren wurde.

Immerhin kommt man als Johnny Depp nicht abgeneigte Dame mal wieder in den Genuss seiner Schauspielkunst. Denn eigentlich kann er da ja mehr, als Jack Sparrow oder diese ganzen anderen komischen Filme der letzten Zeit vermuten lassen.

Ich tu mich ja immer schwierig mit Filmkritiken oder -beschreibungen. Der Soundtrack ist super. Die Bilder passen. Die Charakteren sind herrlich. Sagt Euch das was? Wahrscheinlich nicht. Aber geht doch mal selber gucken, es lohnt sich. Kein spannender Film, aber keine Längen auf fast zwei Stunden. Kein wirkliches Happy End, aber weder Traurigkeit noch offenes Ende lassen mich weinend zurück. Meine wenigen Erwartungen wurden weit übertroffen und eine gelungene Mischung aus Hahnenkampfthriller, Autoverfolgungsjagddrama und Gerichtsverhandlungskomödie gepaart mit Love Story, Sich-selbst-finden und jeder Menge Rum lohnt den Kinobesuch. Auch wegen der Klimaanlage.

Kommentare:

  1. Ich denke du bist auf Rum umgestiegen, wozu brauchst du Limonade :)? Ich bin ganz verwirrt, dass der Film jetzt im Kino läuft. Ich habe das Buch vor Jahren gelesen und irgendwie dachte ich, das wäre im Zusammenhang mit den Dreharbeiten gewesen... Egal. Hauptsache Johnny Depp!

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  2. Danke für Deinen Tip.
    Ich habe schon überlegt, ob ich mir den Film anschauen soll - die Kritiken gehen ja weit auseinander. Aber als Johnny Depp-Fan der ersten Stunde können mir die negativen Worte ja ziemlich egal sein, oder?!
    Wird also angeschaut - und nach Deinen Worten freu ich mich sogar drauf!

    Viele Grüße
    Britta

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  3. Da mag ich auch noch rein ... Film mit J.D. KANN gar nicht schlecht sein und Deine Filmkritik ist gar nicht soooo schlecht wie Du tust. Mich bestärkt sie auf jeden Fall in dem Vorhaben ;-)
    Liebe Grüße
    Fredda

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