11. September 2012

Unverhofft kommt oft

Möchte man neue Dinge haben, die alten sind aber noch in Ordnung, hat man ja manchmal Gewissensbisse. So man denn ein Gewissen hat. Es ist daher ratsam, in solchen Fällen zu zerstörerischen Maßnahmen zu greifen, denn was kaputt ist, ist nicht mehr in Ordnung und darf ruhigen Gewissens ersetzt werden. Also selbst dann, wenn man ein Gewissen hat.

Da die Freundin, welche mir früher gerne durch lebhaftes Gestikulieren äußerst verlässlich zu dem ein oder anderen neuen Rotweinglas verhalf, inzwischen in Dresden residiert und nicht mal eben für die Mithilfe bei der Konstruktion eines Wohnzimmerteppichnotstands in die Kaiserstadt kommen kann, war heute Wulfhilds Mofa-Club zu Besuch. Ich dachte, dass sich so schon der ein oder andere Mittäter finden würde.

Operation gelungen, Patient tot.

Naja nicht ganz. Aber die Tasse Kaffee landete wie gewünscht auf dem beigen Teppich, direkt neben dem Malzbierfleck von neulich. Es läuft.

Was ich nicht bedacht hatte ist, wie oft ich an genau dieser Stelle über den Teppich gehe, der mit seinem Durchmesser von einem ganzen Meter ja jetzt gar nicht so groß ist und außerdem ja auch noch Stellplatz des sechzig Zentimeter Lacktisches von Ikea ist. Da bleibt gar nicht viel Landeplatz für meine Füße.

Erstaunlicherweise reicht es für sehr viel nasse Socken in Größe 37.

Kommentare:

  1. Ich bin gut in Kaffeeflecken. Vielleicht möchtest du mich ja mal einladen :)!

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  2. Vielleicht machen wir zusammen bunten Linolschnitt. Kaffee hab ich ja per Mofa-Club jetzt schon abgedeckt...

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