8. Oktober 2012

Das weiß doch jedes Kind

Zur Sicherheit sage ich es aber noch einmal.

Verliert man zwischen Heimat und Wanderroute seine Regenjacke, ist es unklug durch ein Tal zu wandern, dessen zwei Namenskomponenten Variationen von kalt und nass sind.

Will man dann schlau sein und leiht sich die Jacke der Mitreisenden für den nächsten Tag, wird dieser selbstredend der mit dem Temperaturgipfel passend zur Gipfelwanderung. Wo man ja eh schon näher an der Sonne dran ist. Zur Abwechslung also mal kein Schwitzstreifen unter den Rucksackträgern, sondern um die Taille. Da wo besagte Regenjacke der Mitreisenden und die eigene Fleecejacke romantisch umwunden die Aussicht von 1861 m genossen.

Der darauf folgende Tag konnte mir dann jackentechnisch allerdings nichts anhaben, ich hatte alles richtig gemacht. Nur habe ich mir zum ersten Mal in meinem Leben Wanderstöcke gewünscht. Denn das Schicksal hatte unsere Wanderung dahingehend brillant vorbereitet, als dass alle sowieso schon runden Steine im bachbettähnlichen Trail kurz zuvor bemoost und blank poliert worden waren. So machen Höhenmeter richtig Spaß. Aber wie heißt es doch so schön: runter kommt man immer.

Das Phrasenschwein klimpert beständig.


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