19. November 2012

LaMama möchte Geschenke abschaffen. Abgelehnt.

Weihnachten ist ja eine ganz großartige Erfindung. Das Fest wird nämlich von Glühwein und Reibekuchen eingeläutet, mit Rotkohl, Braten und Geschenken verbracht und mit Sekt und Feuerwerk verabschiedet. So fühlt sich das jedenfalls an. Ich liebe Weihnachten.

Neuerung dieses Jahr: Weihnachten mit Kind steht an. Das hatten wir ja letztes Jahr schon, aber da war das Kind ja noch gut verpackt und verwehrte mir sowohl Glühwein als auch Sekt. Das ist dann dieses Jahr zum Glück wieder anders. Geschenke bekam Wulfhild aber trotzdem schon, verkehrte Welt.

Aber jetzt der Schocker: es gibt wieder keinen Baum für mich, weswegen ich zur Zeit dicke Heulringe unter den Augen habe Trauer trage. Letztes Jahr gab es keinen Baum, weil ich ab dem 1. Dezember im Mutterschutz war. Anstatt also ganz traditionell am 1. Dezember einen Baum aufzustellen und mit silbernen und goldenen Kugeln zu schmücken, begnügte ich mich mit einer Kugel und wuchtete statt Lametta auf den Baum lieber mich selbst auf die Couch.

Nun könnte man denken, dass ich dieses Jahr doppelt so viel alles gebe, doch weit gefehlt. Wollen würden auf jeden Fall, aber trauen Sie keinem Hochziehkind unter 1 gepaart mit flugkünstigen Nymphensittichen. Das passt doch einfach nicht. Auch den Azvenzkranz wird es dieses Jahr wohl nicht geben, denn der Couchtisch ist nicht groß genug für einen Kranz UND Wulfhilds Hände. Würdet Ihr da dem Kind die Hände abhacken? Richtig, ich auch nicht. Selbiges gilt für den Küchentisch. Also nur Deko außer Reichweite. Mal sehen, wie mir das gefällt.

Aber geschenketechnisch liegt Weihnachten mit Kind schon ganz weit vorne im Beliebtheitsranking der Feiertage. Denn haste eins, haste Geschenke. Fototassen, Fotobücher, Mauspads, Mosaike, Puzzle, Fotos auf Leinwand, Kühlschrankmagnete, Handyschalen, Kochschürzen und natürlich Kalender. Alles mit Wulfhilds Lächeln. Fertig aus, her mit dem Braten.

LaMama möchte übrigens die Geschenke abschaffen. Wie jedes Jahr werden wir sie auch dieses Jahr wieder ignorieren. Wohin sollte ich sonst auch mit all dem Quatsch mit Wulfhild drauf?

Und jetzt müssen Wulfhild und ich wieder üben.

Kommentare:

  1. Das mit den-Kugeln-und-so-runterreißen legt sich wieder. Ruhig Blut! Ein Tipp, der Dir sicher auch schon durch den Kopf gegangen ist, aber immer wieder gut: kleiner Tannenbaum im Topf auf einer Kommode oder so. Da kommt kein Krabbelkind dran. Wetten? Ach, und mit dem Schmücken ist man mit einem kleinen Baum auch viel schneller fertig ;)) Liebe Grüße Susanne (la petite cuisine)

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  2. Jaja, Eltern haben´s leicht mit Geschenken. Leider muss ich das am eigenen Leibe erfahren, da mich so manches Mal mein Patenkind von einer der Tassen (jaa, Plural!) angrinst und ich zusätzlich alljährlich den Patenkindplusschwesterkalender bekomme. Okay, okay, wenn die Motte 18 ist, habe ich dann vermutlich ein Geschenk für sie. Bis dahin hätte ich aber sehr gerne einfach mal wieder ein schnödes Buch als Geschenk von ihren Eltern. Oder nen Kerzenständer. Eine Flasche Wein tät ich auch nehmen. Zur Not Socken.

    Nicht nur deshalb unterschreibe ich LaMamas Wunsch. Eigentlich nur deshalb, weil die Tanne mit Riesenschritten naht und ich keinen blassen Schimmer habe, was ich dieses Jahr für meine Lieben darunter platzieren werde. Jedes Jahr der gleiche Stress...

    Und doch, ja, trotzdem mag ich Weihnachten. Vielleicht auch gerade deshalb!

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  3. Ich bin auch eher pragmatisch was die ganze Weihnachtsschenkerei angeht. Echt, ich kann auch ohne. Der Freund und ich schenken und seit Jahren nichts mehr. Der Rest vom Weihnachtsfest sträubt sich aber genauso wie du. Mamas, Papas, Geschwister, die ganze sentimale Bande.... :)!

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  4. Ich bin entsetzt denn ich bin total gegen keinen Baum und keinen Kranz! Keine leuchtenden Kinderaugen, die sich in Baumkugeln spiegeln? Keine roten Kinderwangen beim abendlichen Adventslied singen am Kranz? Haben Sie denn gar kein Herz?! ;-)

    Im Ernst - bei uns war es nicht so problematisch. Den Kranz schlicht halten, den Baum einen kleinen im Topf, dann passiert im Ernstfall nicht fiel. Wenn er einmal aufs Kind draufgefallen ist, hat sie es gelernt und im nächsten Jahr hat man ein Problem weniger ;-)

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  5. Wie wäre es mit einem günstigen Laufstall vom Babybasar... Nein, nicht fürs Kind. Für den Baum. So wars hier am ersten weihnachten.

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  6. Das mit dem Laufstall wollte ich auch vorschlagen.
    Baby findet den um den ersten Geburtstag rum eh doof, also Weihnachtsbaum rein!

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  7. Wir haben den baum einfach an den wandleuchten (o.ä. zb fenstergriffe...) festgebunden und den schmuck höher gehängt. für unten gehen ein paar filzsterne oder so.
    Aber weihnachten ohne baum - niemals!!! Wo willst du das kind denn sonst für die fotos platzieren :-)
    unsere kleine kleine hatte im ersten jahr aber sowas von respekt vor dem baum im wohnzimmer, die wäre da sowieso nie ran!
    Lg, christiane

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  8. Liebe Cati,
    ich glaube, Sie machen sich zu viel Sorgen um Wulfhild. Ein Adventskranz ist kein Problem. Nur auf Kleinteile verzichten, die Wulfhild auf ihren Speiseplan setzen könnte. Und/Oder auf einer höheren Fläche parken, wenn er gerade nicht gebraucht wird.

    Weihnachtsbaum geht ebenso. Wir hatten sogar immer richtige Kerzen drin. Man lässt Kind und Baum mit brennenden Kerzen ja nie allein. Aber auch hier: keine Kleinteile, keine Kugeln (Verletzungsgefahr wenn sie in Scherben gehen), kein Lametta, keine festen Ketten. Strohsterne, Papiersterne, Papierketten, (größere) Holzäpfel geht alles und sieht auch gut aus. Und wenn Wulfhild den Baum fällen sollte, geht davon auch nichts kaputt. Was auch für den Nachwuchs gilt, sofern sie keine 2-m-Nordmanntanne wählen ;-) .

    Wulfhild wird ganz schnell lernen, dass Tannen pieksen, nicht schmecken, Kerzen wehtun können und dass der Satz "Nein, nicht anfassen" etwas zu bedeuten hat. *lach*

    Dass mit dem Federvieh könnte allerdings zum Problem werden.

    Liebe Grüße
    Sabine

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    1. Oh je, im ersten Satz fehlt ein Stück. Richtig muss es heißen: ich glaube, Sie machen sich zu viel Sorgen um Wulfhilds Adventsturnübungen.

      (So macht es Sinn. Denn, dass man als Eltern immer zuviel über die Brut nachdenkt und sich sorgt, ist wohl normal. Finde ich jedenfalls.)
      LG
      Sabine

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