10. Januar 2013

Oma wusste es schon immer

Meine Oma mütterlicherseits, also sozusagen LaOma, schrieb in der Weihnachtszeit keine Weihnachtskarten. Sie wartete lieber erstmal ab, wer ihr ein gesegnetes Fest nebst gutem Rutsch wünschte, um ja kein Porto an diejenigen zu verschwenden, die keine Karte schickten. Jedem das, was er verdient. Außerdem bestand dann auch die Chance, dass man bekommene Klappkarten wiederverwenden konnte, bei denen nur die rechte Innenseite und somit nicht die hübsche Vorderseite beschrieben war. Schere, schnippschnapp, fertig ist die Weihnachtskarte. Wie spart Ihr Euch den Maserati zusammen?

Dieses Jahr habe ich das auch mal ausprobiert. Das lag weder an der Aufregung um diesen Mayakalender, der eventuell meine Portoausgaben unsinnig und verschwenderisch hätte sein lassen können, noch an der Tatsache, dass es anscheinend beim Elterngeld gar kein 13. Monatsgehalt gibt. Was ich anprangere, mal so nebenbei.

Es lag vielmehr am Kind. Und an der plötzlich um 189 Prozent angestiegenen Zahl der AußerhausarbeitsstundenamLieblingsdom. Und an der gleichzeitigen Elternzeit des geeks. Und an DVDs. Und am Daunenoberbett.

Aber jetzt gehen sie raus. Meine guten Wünsche für die Weihnachtsfeste, die Rütsche und das neue Jahr. Und weil ich beschlossen habe die Jahreszahlen einfach wegzulassen, halten mich manche vielleicht auch nur für unglaublich organisiert. Ganz im Sinne von "Der frühe Vogel fängt die Weihnachtskarten bevor der Azvenzstress losgeht". Ich werde dem nicht widersprechen.

Kommentare:

  1. Gnihi, Deine Oma ist knorke!

    Viel zu selten kommentiere ich bei Dir.
    Ich lese aber alles, Ehrenwort!

    Viele Grüße!

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