19. Februar 2013

Dienstags ans Ende der Welt: Münster

Fährt man an einem schnöden Februarssamstag nach Münster, dann würde man eventuell unvorsichtig Geld darauf wetten, dass es sich hier wirklich um das Ende der Welt handelt. Ist es aber nicht, also lieber nicht wetten.

Außerdem sind wir ja nicht zum Wetten in der Stadt, sondern zum Shoppen. Denn dafür soll sich Münster bestens eignen:


Naja, ich sag mal so: alles was ich gekauft habe, ist für Wulfhild. Gut, dass ich nicht auch noch gewettet habe, dann wäre das wirklich kein gutes Wochenende gewesen. Eher so:



Wichtig für Menschen, die in der Kaiserstadt studiert haben ist die Kreuzstraße. Da gibt es Kneipen, wie zum Beispiel diese hübsche akademische Bieranstalt. Als Kaiserstädter nimmt man nämlich an, dass die Dichte derselben in allen Studentenstädten ähnlich ist. Ist sie aber nicht. Dafür hat Münster aber mehr StudentInnen. So hat jeder seins.


Aber alles in allem ist Münster eine sehr schöne Stadt und die Reise allemal wert. Die Altstadt ist sogar richtig malerisch, ohne künstlich oder verstaubt zu wirken, und man kann an einem schnöden Februarsonntagmorgen Fotos ohne allzu viele Passanten machen. Nur Lieblingsblondinen latschten beständig durchs Bild.


Zunächst wirkte Münster allerdings recht farblos, ein Eindruck der sich in der Kreuzstraße dann aber doch noch revidierte. Man hatte halt nur gleich zu Anfang alle Farbe verbraucht.


Aber wer würde auch nicht ein strahlend-blaues Haus haben wollen? Richtig.


Eins gibt es in Münster wohl auch wegen der Studenten allerdings zuhauf:


Die ist natürlich heiß begehrt, deswegen wird die gut beschützt:


Aber wir wollten ja nicht nur auf der Suche nach schnödem Konsum unsere Hacken ablaufen, sondern auch etwas für die kulturelle Bildung tun.


Also haben wir uns den just zur Feier unseres Besuches am Samstag nach 15-monatiger Restaurierung wiedereröffneten St.-Paulus-Dom angeschaut. Selbst für mich ziemlich beeindruckend. Neidisch muss ich zugestehen, dass man in der Weihnachtszeit sicher weniger behutsam mit seinen Führungen zirkeln muss, da der Dom recht geräumig ist. Nun gut, dafür haben wir Achtecke. Also eins, um genau zu sein.


Nach dem Dom stand das Schloss auf dem Programm. Der Wettergott war aber anscheinend ein wenig ungehalten, sicher wegen der Kürze unseres Besuchs, und schickte Wolken, damit das Schloss auf den Fotos nicht so hübsch aussieht. Frech.


Übrigens: Die 91 Meter lange Dreiflügelanlage mit fünfachsigem Mittelrisalit ist durch die Verwendung von rotem Backstein und hellem Sandstein elegant gestaltet. Habt Ihr nicht gewusst gell? Macht nichts, ich hab das auch erst hinterher gelesen.


Und eigentlich sieht das auch ohne Blau ganz niedlich aus, oder?


Fazit: Münster, ich komme wieder. Noch dieses Jahr, mit vollem Portemonaie, und wenn Du mich dann wieder shoppistisch im Stich lässt, dann setzt es was. Jawohl.

Kommentare:

  1. In MS sieht es ööööfters sooo aus lass Dir das von einer gebürtigen Münsteranerin sagen ;o)
    Man sagt auch in Münster meimelt es(Massematte = anderes Wort für regnen) oder es läuten die Glocken.Weil SO katholisch...

    LG,Sarah

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  2. Gerade haben wir hier in Münster strahlend blauen Himmel! :-) Aber so wie auf deinen Bildern kenne ich es auch zur Genüge, und ein bisschen Blau habt ihr ja auch abbekommen. Im renovierten Dom war ich noch gar nicht, aber es ist ja so - wenn man irgendwo lebt, kriegt man sowas immer als Letzte mit. Sogar hier konnte ich noch was lernen - ich sag nur "fünfachsiger Mittelrisalit"! ;-)

    Viele liebe Grüße
    Nele

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  3. ...und wenn es meimelt UND es läuten die Glocken, dann ist Sonntag!

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  4. Schöner Einblick in meine Heimatstadt ♥

    Lieben Gruß * Denise

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