26. Februar 2013

Fremdwäscheschmuggelei

Seit langem vermute ich, dass heimlich jemand bei uns seine Wäsche macht. Und mit "Wäsche machen" meine ich, dass hier mehr Wäsche ist, als ein zweieinhalb-Personen-Haushalt verantworten kann. Womit klar ist, dass hier jemand seine schmutzige Wäsche heimlich rein- und rausschummelt, denn wir sind nun mal ein zweieinhalb-Personen-Haushalt. Nicht mehr und nicht weniger.

Wären wir Bewohner eines Hauses, dessen Bewohner sich einen Trockenspeicher zum Wäschetrocknen teilen, dann könnte ich mir vorstellen, dass jemand seine gewaschene Wäsche zum Trocknen zwischen unsere schummelt, in der Hoffnung diese dann gebügelt nachts in unserem Kleiderschrank wiederzufinden. Aber dann wäre ja noch das Problem des Wäschewaschens. Und da wir ja sowieso nicht Bewohner eines Hauses sind, dessen Bewohner sich einen Trockenspeicher zum Wäschetrocknen teilen, fällt diese Möglichkeit ja eh raus.

Es kommt also jemand in die Wohnung, schummelt seine dreckige Wäsche zwischen unsere dreckige Wäsche und holt sie dann heimlich wieder ab, wenn sie sauber und trocken ist.

Zu klären bleibt das wie.

Es ist mir nämlich schleierhaft, wieso wir acht Mal mehr Wäsche waschen als früher, bei nur einem Kleinkind mehr. Ja, die kleinen Racker machen sich dreckiger als wir, zum Beispiel beim Essen, aber ich wohne schon länger mit dem geek zusammen. Ich bin das gewohnt. Und selbst wenn der geek jetzt außer als sich selbst auch noch als Miniaturgeek hier lebt, müsste es sozusagen permanent Spaghetti Bolo geben. 24/7. Nur so wäre der gigantische Wäscheberg zu erklären.

Wulfhild ist klein, die Quadratmeterfläche ihrer Kleidungsstücke also deutlich geringer als unsere. Die Anzahl Füße, sprich Socken, und die Anzahl der Unterwäsche entspricht der des Durchschnittsmenschen. Wulfhild bepinkelt sich nicht vor Lachen. Aus der Siffschissphase ist sie raus und beim Essen hat sie einen hermetisch-abriegelnden Ganzwohnungskittel um. Gemalt wird bei der Tagesmutter und Zahnpasta- oder andere Spuren cremiger Lebensnotwendigkeiten sind nicht das Problem.

Also kann es ja gar nicht andes sein, als dass hier Fremdwäscheschmuggelei betrieben wird. Und die Welt regt sich über Pferdefleisch und Eier auf. Ich prangere das an.

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